Monaco – das kleine Land an Südfrankreichs Küste

Ein Highlight an der Côte d’Azur ist das Fürstentum Monaco. Das steil an den Fels gebaute Monaco ist nach der Vatikanstadt der zweitkleinste Staat der Welt, besitzt jedoch – nicht zuletzt aufgrund seiner Steuergesetze – die welthöchste Bevölkerungsdichte. Es gilt als Steuerparadies für Millionäre. Der Stadtstaat bestand ursprünglich aus drei Gemeinden: Monaco-Ville, das ist die Altstadt mit dem Fürstenpalast, Monte Carlo im Osten und La Condamine mit dem Hafengebiet im Westen. Seit dem Jahr 1917 sind die drei Gemeinden zusammen gefasst. Monaco gliedert sich heute in zehn Stadtbezirke.

Die Monegassen haben es Fürst Rainier III. zu verdanken, dass ihr Staat heute nicht mehr fast ausschließlich vom Glücksspiel abhängig ist. Als Rainier III. im Jahr 1949 seine Regentschaft begann, änderte er die Steuergesetze und lockte so Investoren und reiche Privatiers in das Land. Die Heirat mit dem Hollywoodstar Grace Kelly, die nach der Trauung zur Fürstin Gracia Patricia wurde, gab dem Zwergen-Fürstentum die nötige Portion Glamour, um auf der Jet-Set-Weltbühne bestehen zu können. Die Fürstin starb relativ früh bei einem Autounfall und auch Fürst Rainier ist lange tot. Ihre Kinder Albert, Caroline und Stephanie aber sind bis heute aus den Klatschspalten der Illustrierten nicht wegzudenken.

Hier wird monegassisch gesprochen

Im Stadtstaat Monaco wird monegassisch gesprochen, dies ist ein romanischer Dialekt mit Anklängen an den ligurischen Dialekt aus Italien. Amtssprache ist Französisch, selbstverständlich hat man aber auch mit Englisch aufgrund der internationalen Einwohnerschaft und des blühenden Tourismus keine Probleme. Besonders sehenswert in Monaco sind die Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen und malerischen Häusern sowie der Fürstenpalast der Familie Grimaldi. Monaco an der Côte d’Azur ist auch für sein Spielcasino bekannt, das Grand Casino ist ein wahrer Prunkbau, der täglich zum Glücksspiel verlockt, aber auch lediglich besichtigt werden kann. Monaco lässt sich gut zu Fuß erobern, die Höhenunterschiede des bergigen Geländes können mit zahlreichen Aufzügen überwunden werden. Einen Besuch wert ist der hoch oben liegende Jardin Exotique, ein tropischer Garten, der unter anderem zahlreiche exotische Kakteen präsentiert. Tatsächlich ist der „Jardin Exotique“ ein kleines Abenteuer in der Stadt. Denn die Art und Weise, wie hier in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gepflanzt worden ist, hat es in sich. Die unzähligen Kakteen und Fettpflanzen wachsen zum Teil direkt am Felsen. Das eröffnet immer wieder atemberaubende Aussichten – aber ein wenig Vorsicht ist auch angeraten. Der exotische Garten ist trotz seines felsigen Untergrunds enorm grün und üppig. Fast scheint es so, als wolle die Natur beweisen, was sie selbst mit kleinsten Mitteln hervorbringen kann. Bis auf den Nationalfeiertag am 19. November und am 1. Weihnachtstag ist der Jardin Exotique das ganze Jahr über geöffnet. Einlass ist durchgängig ab 9 Uhr, nur die Schließzeiten ändern sich im Laufe der Saison.

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Nicht minder eindrucksvoll wie die Pflanzen ist auch die „Prähistorische Grotte“, die in etwa 60 Metern Tiefe zum Besuch einlädt. Hier kann man Kalkablagerungen bewundern, die viele Tausende von Jahren für ihre Entstehung benötigt haben. Das Ticket für den exotischen Garten berechtigt übrigens auch zum Besuch der Sternwarte und des „Museum für Prähistorische Anthropologie“.Wenn es Sie eher in die Unterwasserwelt zieht, dann besuchen Sie das Musée Océanographique. Es ist eines der größten ozeanografischen Museen und beherbergt in rund 100 Aquarien über 200 Fischarten und 4.000 Arten von Meerestieren.

Hafen

Monaco bietet aber auch echte Schmankerln für eingefleischte Autofans. Damit ist nicht nur das Formel-1-Rennen gemeint, das hier jedes Jahr stattfindet und die Stadt in eine einzige Sportarena verwandelt. Außerhalb des internationalen Rennzirkus‘ locken der kleine Staat und seine glamouröse Hauptstadt Autoliebhaber mit einer wahrlich fürstlichen Ausstellung. Auf der Terrasse von Fontvieille warten weit über hundert Automobile von renommierten europäischen und US-amerikanischen Produzenten auf Bewunderer. Die Fahrzeuge stammen aus verschiedenen Jahrzehnten (und inzwischen) sogar Jahrhunderten. Nicht wenige davon gehörten einst dem unvergessenen Fürst Rainier III., der Monaco von 1949 bis 2005 regiert hat.

Monacos Altstadt überzeugt

Sie waren noch nicht in Monaco? Dann sollten Sie im nächsten Urlaub mindestens einen Tag einplanen und das kleine Land an Südfrankreichs Küste besuchen. Zugegeben, wir waren anfangs etwas skeptisch. Aber Monaco hat uns überzeugt. Die Altstadt mit dem Fürstenpalast, einer Kathedrale und natürlich dem Meereskundemuseum von Jacques Cousteau lädt zu längerem Verweilen ein.

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Monte Carlo und seine Casinos

Wenn Sie dann mit dem Altstadtfelsen “fertig” sind, wartet ja noch Monte Carlo auf Sie. Da ist natürlich das Casino zu nennen, ein wunderschöner Bau aus der Belle Epoque und in jeder Hinsicht sehenswert. Nicht nur das Casino selbst ist sehenswert, sondern auch die Menschen, die darin ihr Geld setzen. Von wirklich Reichen bis zu gekonnten Selbstdarstellern ist alles vertreten. Sie werden Ihren Spaß haben.

Spaß gehabt ja, aber leider nicht gewonnen? Dann tröstet es vielleicht, dass es in Monaco auch einiges gibt, was gratis ist. Aber Spaß beiseite, der „Skulpturenweg“, der sich durch die Stadt und ihre Gärten schlängelt, kostet wirklich keinen Eintritt und ist dennoch ein Hochgenuss für alle, die Freude an Plastiken und Skulpturen haben. Der Großteil der Exponate, die sowohl von internationalen als auch von in Monaco ansässigen Künstlern stammen, befinden sich auf einem ausgeschilderten Fußweg im Stadtteil Fontvieille.

Ach ja, falls Sie Probleme damit haben auf Schritt und Tritt beobachtet zu werden, sollten Sie Monaco meiden. Sie werden damit leben müssen, dass Sie fast keinen Schritt tun können ohne von einer Videokamera gefilmt zu werden.

Es mag sein, dass man in Monaco den ein oder anderen Prominenten treffen kann, schließlich wohnen ja genug Reiche und Neureiche aus Steuergründen dort. Aber spekulieren Sie lieber nicht darauf und genießen Sie das Flair dieser dicht bebauten und doch schönen Stadt.

Dazu gehören natürlich auch die vielen Bars, Cafés, Restaurants und vor allem die Geschäfte. In Monaco kann man großartig essen und wunderbar einkaufen – wenn man das nötige Kleingeld dafür hat. Eher nicht? Dann lassen Sie sich von den Auslagen doch einfach „nur“ inspirieren. Vor allem in Sachen Mode gibt es Identische oder zumindest ähnliche Modelle gleich hinter der Grenze in Frankreich oder etwas weiter entfernt auch in Italien, deutlich preiswerter.

Übrigens, Monaco lässt sich auch ganz ausgezeichnet für einen Wellness- oder Schönheitsurlaub buchen. Die Angebote sind dabei wirklich enorm vielfältig. Von schier unerschwinglich bis durchaus bezahlbar ist alles drin. Genaue Information und rechtzeitige Buchung sind aber in jedem Fall angeraten.

Monaco auf einen Blick

  • Nach dem Vatikan das zweitkleinste Land der Welt
  • Der Zwergstaat wird von der Fürstenfamilie Grimaldi regiert
  • Weltbekannt für sein Casino und den „Großen Preis von Monaco“ in der Formel 1
  • Zu den Sehenswürdigkeiten zählen diverse Museen und Kirchen sowie der Yachthafen