Monaco – Fürstentum und Stadtstaat an der Côte d’Azur

Glamour, Jachthäfen, das Casino und die Formel 1. Luxushotels, Boutiquen, das Internationale Zirkusfestival, Millionäre und die Grimaldis. Wer an Monaco denkt, der denkt vor allem an Luxus und Mondänes. Doch der nach Vatikanstadt zweitkleinste Staat der Erde an der französischen Mittelmeerküste hat für Besucher noch weitaus mehr zu bieten. Denn Monaco ist mit keiner anderen Stadt an der Côte d’Azur zu vergleichen.

Malerisch wirkt Monaco, das im Französischen Principauté de Monaco, im Monegassischen Principatu de Múnegu und im Italienischen Principato di Monaco heißt, auf den ersten Blick nicht. Auf nicht einmal zwei Quadratkilometern wird hier vor allem in die Höhe gebaut, um Platz für die höchste Bevölkerungsdichte aller Staaten zu schaffen. Das Fürstentum ist vor allem bei den Reichen als Wohnsitz begehrt. Denn dort werden weder Einkommen- noch Erbschaftssteuer verlangt, noch werden im Ausland begangene Steuerdelikte verfolgt.

Fast 80 Prozent der Einwohner sind Ausländer

Entsprechend sind es vor allem wohlhabende Ausländer, die im Fürstentum leben. Die meisten stammen aus Frankreich, gefolgt von Italien, dem Vereinigten Königreich, Belgien, der Schweiz, Deutschland, Portugal, den Niederlanden und der USA. Die Hälfte der rund 38.000 Einwohner, die in den neun Bezirken der Stadt leben, sollen Millionäre sein, so heißt es.

Anders als in anderen Ländern wird die Bevölkerung in Monaco in drei Kategorien eingeteilt: in gebürtige Monegassen, Landeskinder und (wohlhabende) Ausländer. Während die erste Gruppe die monegassische Staatsbürgerschaft besitzt und ein Recht auf eine angemessene staatliche Wohnung hat, müssen die Landeskinder auf die monegassische Staatsbürgerschaft verzichten, haben aber dafür ein Recht auf eine angemessene Wohnung aus nichtstaatlichem Immobilienbesitz. Landeskind ist, wer bereits seit Generationen im Fürstentum lebt. Wer die monegassische Staatsbürgerschaft erhält, entscheidet allein Fürst Albert II.

Amtssprache in Monaco ist Französisch, jedoch wird im Stadtstaat auch viel Italienisch und Englisch gesprochen. Monegassisch ist zudem Pflichtfach an den Schulen.

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen

Hotels, Apartments und Ferienwohnungen in Monaco finden Sie auf www.booking.com.

Typisch mediterranes Klima an der französischen Mittelmeerküste

Monaco liegt zwischen Nizza und Menton in der Provence. Die französisch-italienische Grenze ist gut zehn Kilometer entfernt, Nizza dreizehn Kilometer. Die gesamte Landesfläche befindet sich am Rand der Seealpen, wobei 4,1 Kilometer der gesamten knapp 5,5 km langen Staatsgrenze auf die Küstenlinie entfallen. Im Laufe der letzten Jahrzehnte wurde das Stadtgebiet durch Landgewinnung um mehr als 40 Hektar auf 203 Hektar vergrößert. Die höchste Erhebung Monacos befindet sich im Jardin Exotique auf 164,4 Metern Meereshöhe, etwa 100 Meter über dem Platz vor dem Fürstenpalast.

Hafen

Monaco besitzt durch seine Lage am Mittelmeer ein typisch mediterranes Klima mit trockenen, warmen Sommern und milden feuchten Wintern. Extreme Wetterlagen und Schnee gibt es durch die geschützte Lage an den Seealpen nur selten. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 16 Grad, der kälteste Monat ist der Januar mit durchschnittlich 8 Grad und auch im Sommer erreichen die Temperaturen durch die Meeresbrise selten über 30 Grad. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt in Monaco bei ca. 800 mm. Am niederschlagsreichsten sind die Monate Oktober und November, die wenigsten Niederschläge sind im Juli und im August zu erwarten.

„Manhattan am Mittelmeer“

Der stetigen, emsigen Bautätigkeit im Fürstentum verdankt Monaco seinen Beinamen „Manhattan am Mittelmeer“. Der Großteil der Einnahmen wird jedoch über Unternehmensbesteuerung, Gebühren und Zölle erwirtschaftet. Eine eigene Währung gibt es in Monaco nicht (Euro) und auch keine eigene Zentralbank.

Die meisten Menschen sind in Monaco im Dienstleistungsgewerbe tätig, wobei es mehr Beschäftigte als Einwohner im Fürstentum gibt. Es sind rund 40.000 Menschen, die täglich zur Arbeit ins Fürstentum pendeln. Dazu kommen zahlreiche Touristen (rund 265.000 im Jahr 2010).

Die Verkehrssituation ist im Fürstentum deshalb gerade zu den Hauptverkehrszeiten oft angespannt und man muss damit rechnen, längere Zeit im Stau zu stehen. Es empfiehlt sich daher nach Möglichkeit auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen. Für Touristen lohnt eine Tageskarte für die sechs Buslinien der Compagnie des Autobus de Monaco (CAM), mit denen man jeden Punkt von Interesse in Monaco erreichen kann. Im Preis ist auch das Busboot zur Überquerung des Hafens inbegriffen.

Nächstgelegener Flughafen ist der Flughafen Nizza. Es verkehren private Buslinien zwischen Nizza und dem Fürstentum. Zudem gibt es eine Hubschrauberverbindung zum Helíport de Monaco. Der unterirdische Bahnhof Monaco-Monte Carlo liegt an der Bahnstrecke Marseille-Ventimiglia.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten der Stadt finden Sie auf www.getyourguide.de.

Monaco für Touristen

Seine Beliebtheit bei den Touristen verdankt Monaco nicht zuletzt einer Hollywood-Ikone. Denn im Jahr 1956 heiratete Fürst Rainier III die gefeierte Schauspielerin Grace Kelly, die er ein Jahr zuvor während der Filmfestspiele von Cannes kennengelernt hatte und die künftig als Fürstin Gracia Patricia an seiner Seite Monaco insbesondere international bekannter machte. Nicht weniger aufsehenerregend als die Hochzeit des Fürsten und der blonden Hollywoodschönheit, war deren Tod am 13. September 1982, als sie mit dem Auto von einer Passstraße abkam und 40 Meter in die Tiefe stürzte. Ihr Grab kann in der Grabeskirche der Grimaldi, der Kathedrale Notre-Dame-Immaculée besucht werden.

Doch Monaco hat insbesondere für Natur- und Kulturliebhaber noch weitaus mehr zu bieten.

Sehenswerte Gebäude und Plätze in Monaco

Monaco-Ville mit dem Fürstenpalast

Der Fürstenpalast in Monaco ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco.

Der Fürstenpalast in Monaco ist die offizielle Residenz des Fürsten von Monaco.

Die Altstadt von Monaco, liebevoll auch „Rocher“ genannt, liegt auf dem Fürstenfelsen, den der erste Grimaldi einst mit einer List eroberte. Dort findet man den Fürstenpalast und das alte Monaco mit seinen engen Gassen. Alles ist sehr eng bebaut, es gibt dort zahlreiche Gaststätten und Souvenirläden. Jedoch ist die Altstadt gerade im Sommer dadurch auch oft sehr überlaufen.

Der Fürstenpalast ist der Privatwohnsitz der Grimaldis. Besichtigt werden können die Palast-Kapelle Saint-Jean Baptiste, die Herkules-Galerie, die Spiegel-Galerie, der Rote und der Gelbe Salon, der Salon Louis XV sowie der Thronsaal. Die Grands Appartements können nur in der Zeit vom 31. März bis zum 14. Oktober besichtigt werden.

Ebenfalls im ältesten Stadtviertel von Monaco befindet sich der Justizpalast, erbaut aus Tuffstein, der 1930 eingeweiht wurde (Besichtigung nicht möglich). Gegenüber des Palastes liegt die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée.

Place du Casino + Casino von Monte-Carlo

Die Spielbank Monte-Carlo ist eine der bekanntesten Spielbanken der Welt.

Die Spielbank Monte-Carlo ist eine der bekanntesten Spielbanken der Welt.

Der „Camembert“ befindet sich in zentraler Lage mitten im Fürstentum. An ihm befinden sich die historischen Gebäude der Belle Époque wie das Hôtel de Paris, die prunkvolle Oper und nicht zuletzt das Casino von Monte Carlo, eine der bekanntesten Spielbanken der Welt. Die Spielbank ist für Spieler ab 18 Jahren täglich ab 14 Uhr geöffnet. Eine Besichtigung ist zudem von 9 bis 12 Uhr möglich. Die Kreuzfahrtschiffe legen direkt unterhalb des Casinos an, was den Place du Casino gerade im Sommer zum Treffpunkt für Touristen aus aller Welt macht.

Fort Antoine

Das Fort Antoine wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut, 1944 zerstört und 1953 wiederaufgebaut. Heute dient es als Freilichttheater und kann außerhalb der Vorstellungen kostenlos besichtigt werden.

Grimaldi-Forum

Das Grimaldi-Forum in Monaco-Ville ist das kulturelle und geschäftliche Zentrum des Fürstentums. Dort auf der Seeseite von Monaco finden regelmäßige Aufführungen des Monte-Carlo-Balletts und des philharmonischen Orchesters statt. Jedes Jahr im März können dort außerdem die Ever-Monaco-Ausstellungen besichtigt werden.

Jachthäfen

Wer einmal richtig große Schiffe bestaunen möchte, der sollte unbedingt einen Abstecher zu den Jachthäfen machen, wo die großen Privatjachten der Reichen und Schönen anlegen. Der größte Hafen ist der Port Hercule in La Condamine. Weitere Jachthäfen befinden sich unterhalb des Fürstenfelsens in Fontvieille und in Richtung Cap-d’Ail.

Sehenswerte Kirchen in Monaco

Kathedrale Notre-Dame-Immaculée

Die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco-Ville ist die Hauptkirche des Fürstentums Monaco.

Die Kathedrale Notre-Dame-Immaculée in Monaco-Ville ist die Hauptkirche des Fürstentums Monaco.

Die Kathedrale in Monaco-Ville ist die Hauptkirche des Fürstentums und wurde im neuromanischen Stil erbaut. Sie ist der Sitz des Erzbischofs von Monaco und die Grabeskirche der Grimaldi.

Kirche Saint Charles

Die Kirche Saint Charles mit ihren neunzehn Kirchenfenstern und ihrem Glockenturm wurde 1883 eingeweiht. Das Gotteshaus wurde im Stil der Renaissance errichtet.

Kirche Sainte Dévote

Die Kirche Sainte Dévote ist der Kirchenpatronin des Fürstentums und der Prinzenfamilie gewidmet. Es handelt sich um eine Votivkapelle.

Sehenswerte Museen in Monaco

Briefmarken- und Geldwährungsmuseum

In diesem modern gestalteten Museum finden Interessierte seltene philatelistische Stücke aus der monegassischen Postgeschichte und Zubehör, das nötig war, um die Briefmarken des Fürstentums von der ersten Charles III 1885 bis zu den heutigen Marken zu drucken. Wer möchte, kann dort auch die vom Fürstentum herausgegebenen Münzen und Briefmarken erwerben.

Automobilmuseum in La Condamine

Auf den Terrasses de Fontvieille wurde eine weltweit einzigartige Automobilausstellung auf 5000 m2 geschaffen. Die rund hundert Fahrzeuge stammen aus dem Besitz von Prinz Rainier III. Die Sammlung umfasst Exponate der großen europäischen und amerikanischen Hersteller, sechs Staatskarossen und Rennwägen, die die Rallye von Monte Carlo und den Großen Preis von Monaco prägten. Wer darüber hinaus einen Blick auf luxuriöse Automobile der heutigen Zeit werfen möchte, sollte unbedingt einmal über die Avenue Princesse Grace in Monte Carlo schlendern, an der sich die Ausstellungsräume von Maybach, Rolls-Royce und Bentley befinden.

Ozeanographisches Museum

Das Ozeanographische Museum ist ein 1889 durch Fürst Albert I. gegründetes Museum und Institut für Meereskunde.

Das Ozeanographische Museum ist ein 1889 durch Fürst Albert I. gegründetes Museum und Institut für Meereskunde.

In Monaco-Ville 85 Meter oberhalb des Meeres auf den Felsen gelegen befindet sich das von Albert I 1910 gegründete Ozeanographische Museum, in dem viele meereskundliche Exponate und selten lebende Meerestiere in Aquarien ausgestellt sind. Man findet dort etwa 4000 Fischarten und 200 Arten Wirbelloser. Gebaut wurde das Museum ursprünglich, um den geschuppten Tiefseetintenfisch Lepidoteutis grimaldii gebührend auszustellen, an dessen Fund Albert I beteiligt war und den er nach seiner Familie benannt hatte.

Museum in der Altstadt von Monaco

Im Museum in Monaco Ville können sich Monaco-Besucher einen Eindruck verschaffen, wie das Leben im Fürstentum früher aussah. Dort sind unter anderem Keramiken, Gemälde, Möbel und Kostüme ausgestellt.

Museum für Prähistorische Anthropologie

In diesem Museum dreht sich alles um die regionale Vor- und Frühgeschichte. Die meisten Exponate des 1902 von Albert I. gegründeten Museums stammen aus Monaco und dessen benachbarten Ländern Frankreich und Italien.

Schifffahrtsmuseum

Durch die große Leidenschaft von Professor Claude Pallanca für das Meer und die Schiffe entstand dieses 1993 gegründete Museum, in dem rund 250 Schiffsmodelle, Bilder und Seefahrtsobjekte von der Antike bis in die heutige Zeit ausgestellt sind. Viele der Exponate sind Leihgaben aus der Privatsammlung von Fürst Rainier III.

Neues Nationalmuseum von Monaco – Villa Paloma + Villa Sauber

Im neuen Nationalmuseum finden Interessierte Wechselausstellungen mit zeitgenössischer Kunst vor.

Monaco für Naturliebhaber

Der Exotische Garten von Monaco ist ein im Jahr 1933 eröffneter botanischer Garten.

Der Exotische Garten von Monaco ist ein im Jahr 1933 eröffneter botanischer Garten.

Trotz dessen, dass Monaco so eng bebaut ist, gibt es viele Grünflächen, die zur Erholung einladen. Hier ist vor allem der Jardin Exotique zu nennen, ein exotischer Freiluftgarten mit vielen verschiedenen Pflanzen und Bäumen, der noch dazu einen atemberaubenden Panoramablick über das Fürstentum bietet.

Darüber hinaus gibt es in Monaco weitere öffentliche Gärten mit Palmen, exotischen und einheimischen Pflanzen. Sehr sehenswert ist der Japanische Garten westlich des Grimaldi-Forums. Neben Teichen mit seltenen Koi-Karpfen und vielen Pflanzen gibt es hier filigrane Hütten und Brücken zu bestaunen.

Der Park Prinzessin Antoinette ist vor allem für Familien interessant, die mit Kindern Monaco besuchen. Dort finden sich für die kleinen Gäste verschiedene Spielbereiche, Multisportplätze, ein Minigolfplatz und ein kleiner Bauernhof mit Schafen, Ziegen, Enten, Hühnern und Kaninchen.

Wer Tiere liebt, wird darüber hinaus im Tiergarten Monacos auf seine Kosten kommen. In dieser einer der letzten königlichen Menagerien der Welt finden abgegebene, verlassene oder vom Zoll beschlagnahmte Tiere ein Zuhause. Derzeit leben dort rund 250 Tiere aus 50 verschiedenen Arten.

Aktivitäten in Monaco

Baden und Wassersport

Der Stadtbezirk Larvotto ist vor allem durch den gleichnamigen Kiesstrand bekannt geworden.

Der Stadtbezirk Larvotto ist vor allem durch den gleichnamigen Kiesstrand bekannt geworden.

Monaco verfügt über keine klassische Strandpromenade, jedoch über verschiedene Bademöglichkeiten. Da ist zum einen der Strand von Larvotto an der Avenue Princesse Grace. Zum anderen gibt es Bademöglichkeiten unterhalb des Rocher-Felsens in der Bucht Crique des Pêcheurs und am Plague du Solarium unterhalb des Fort Antoine. Ein weiterer öffentlicher Badestrand befindet sich in Cap d’Ail. Des Weiteren steht das Schwimmbad „Stade Nautique Rainier III“ Badefreunden zur Verfügung.

Durch die Lage am Mittelmeer sind viele Wassersportdisziplinen möglich. Besonders sehenswert sind die Meeres-Safaris von August bis Mitte September, bei denen man mit etwas Glück, Wale, Pottwale und Delfine beobachten kann.

Wandern

Monaco verfügt über einen eigenen Alpenverein und liegt am neu geschaffenen Fernwanderweg Via Alpina auf dem man von Monaco bis Triest alle acht Alpenstaaten durchwandern kann.

Ausgehen

In Monaco gibt es zahlreiche Restaurants, Bars und Nachtclubs in allen Preisklassen, vom einfachen Fast-Food-Restaurant bis hin zur Sterneküche.

Einkaufen

Monaco gilt als Hauptstadt des großen Luxus. Und das nicht zu Unrecht. Parfümerie, Schmuck und Haute Couture warten an jeder Ecke. Shoppen kann man zum Beispiel im Métropole Shopping Center, dem Centre Commercial de Fontvieille, der YCM Gallery und auf dem Marché de La Condamine.

Sport

Ganz gleich, ob Tennis spielen, Joggen, Bowlen, Skifahren in den nahegelegenen Bergen oder einmal ein Fußballspiel des AS Monaco besuchen, das Fürstentum lässt hier kaum Wünsche offen.

Wichtige Veranstaltungen im Jahresverlauf

Der Große Preis von Monaco ist ein jährlich ausgetragenes Autorennen auf dem Stadtkurs Circuit de Monaco.

Der Große Preis von Monaco ist ein jährlich ausgetragenes Autorennen auf dem Stadtkurs Circuit de Monaco.

Monaco ist vor allem durch seine sportlichen Höhepunkte im Jahresverlauf bekannt. Neben dem Großen Preis von Monaco in der Formel 1 und der Rallye Monte Carlo wird dort mit dem Monte Carlo Masters eines der ältesten und traditionsreichsten Turniere im Herrentennis abgehalten.

Zudem finden dort unter anderem der Marathon de Monaco et des Riviera, das bedeutendste jährliche Pokerturnier Europas, das EPT Monte Carlo, statt und das Fürstentum ist Ziel der Red Bull X-Alps, dem internationalen Wettkampf für Gleitschirmteams im Biwakfliegen.

Und dann ist da natürlich noch das berühmteste Zirkusfestival der Welt, das seit 1974 Jahr für Jahr in Monaco abgehalten wird. Das Internationale Zirkusfestival von Monte Carlo gilt als Weltmeisterschaft der Artistik.

Ein Ausflug in die Geschichte

Älteste Spuren menschlicher Besiedelung im heutigen Monaco gehen auf die Zeit vor rund 5000 Jahren zurück. Etwa um 2000 v. Chr. kamen die Ligurer, gefolgt von den Griechen und Phöniziern, von denen vermutlich auch der Name Monaco, abgeleitet von Monoikos („der Einzigartige“), stammt. Es folgte die Herrschaft der Römer, bis nach Fall des Römischen Reiches Barbaren, Seeräuber und Sarazenen im Gebiet des heutigen Monacos Einzug hielten.

Doch auch die Sarazenen wurden schließlich 975 n. Chr. vertrieben und der 10. Juni 1215 gilt als Gründungsdatum Monacos unter Kontrolle der Republik Genua. Von dort stammen auch die Grimaldis, die 1296 aus Genua vertrieben wurden und Monaco ein Jahr später mit Hilfe einer List eroberten. Vier Jahre später verloren sie die Herrschaft jedoch wieder. Ein Ablauf, der sich in den darauffolgenden 300 Jahren immer wieder wiederholte, bis es schließlich zur ersten Blütezeit mit der Ernennung zum Fürstentum 1612 kam.

Nachdem die Grimaldis jedoch im Zuge der Französischen Revolution enteignet worden waren, wurde Monaco von Frankreich annektiert und konnte seine Unabhängigkeit erst 1814 nach dem Abdanken Napoleons wiedererlangen.

Seit diesem Zeitpunkt ging es stetig aufwärts. Die erste Verfassung gab es 1911 von Albert I, die heutige Verfassung gilt seit 1962. Seit 1993 ist Monaco Mitglied der Vereinten Nationen. Aktuell regierender Fürst ist Albert II (seit 2005). Sollten die Grimaldis einmal keinen Thronfolger mehr stellen können, so fällt Monaco an Frankreich.