Das Amphitheater von Arles wurde im 1. Jahrhundert nach Christus erbaut und ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Es zeigt eindrucksvoll, wie die Römer ihre Baukunst auch in Südfrankreich entfaltet haben. Noch heute ist die Arena ein lebendiges Monument, das Tradition und moderne Nutzung miteinander verbindet.
In direkter Nachbarschaft zur Camargue und im Herzen der Altstadt von Arles bietet die Arena dir den perfekten Ausgangspunkt für eine Erkundung der Region. Ob Geschichte, Kultur oder ein Spaziergang durch die römischen Überreste – der Besuch lohnt sich in jeder Hinsicht.
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- Geschichte & Bauzeit
- Nutzung heute: Stierkämpfe & Konzerte
- Besuch & Tickets
- Vergleich: Amphitheater vs. römisches Theater
- Arles im Überblick: Stadt, Van Gogh & Camargue
- FAQ: Amphitheater Arles
Geschichte & Bauzeit
Das Amphitheater von Arles gehört zu den eindrucksvollsten römischen Bauwerken in Südfrankreich. Es entstand in einer Zeit, in der Arles zu einer wichtigen Kolonie des Römischen Reichs aufstieg und als „Klein-Rom“ in der Provence galt.
Wann wurde das Amphitheater in Arles gebaut?

Das Amphitheater von Arles wurde um 90 nach Christus errichtet, zur Blütezeit der römischen Herrschaft in Gallien. Mit einer Länge von 136 Metern und einer Breite von 109 Metern bot es Platz für rund 20.000 Zuschauer.
Wie in Rom diente die Arena zunächst als Schauplatz für Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Sie war ein politisches und gesellschaftliches Zentrum, das die Macht und den Reichtum der römischen Kaiser unterstrich.
Die Wahl des Standorts war kein Zufall: Arles lag strategisch günstig an der Rhône und war bereits ein wichtiger Handelsplatz. Das neue Amphitheater sollte den Wohlstand der Stadt demonstrieren und ihre Bedeutung im römischen Reich festigen.
Wer hat das Amphitheater von Arles errichtet?
Erbaut wurde das Amphitheater von römischen Architekten und Ingenieuren, die bereits beim Kolosseum in Rom erprobte Techniken übernahmen. Es entstand in der Zeit des Kaisers Domitian, dessen Baupolitik das Imperium mit Monumentalbauten prägte.
Die Konstruktion nutzte lokale Kalksteine und geschickte Gewölbe-Technik, wodurch das Bauwerk bis heute erstaunlich stabil erhalten ist – trotz zweier Jahrtausende wechselvoller Nutzung.
Wie alt ist das Amphitheater von Arles?
Das Amphitheater ist heute fast 2000 Jahre alt und damit eines der am besten erhaltenen Monumente der römischen Antike in Frankreich. Im Mittelalter wurde es sogar als Festungsanlage genutzt und von Wohnhäusern überbaut.
Seit dem 19. Jahrhundert ist die Arena wieder freigelegt und restauriert – 1981 erhielt sie mit den „Römischen und romanischen Monumenten von Arles“ den Status als UNESCO-Welterbe. Damit steht sie in einer Reihe mit der Arena von Nîmes und dem Theater von Orange.
Nutzung heute: Stierkämpfe & Konzerte
Auch wenn das Amphitheater von Arles ein Monument der Antike ist, hat es bis heute nichts von seiner Lebendigkeit verloren. Die Arena ist Schauplatz moderner Veranstaltungen und steht im Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt.
Wird das Amphitheater Arles heute noch genutzt?
Ja – das Amphitheater wird bis heute aktiv genutzt, nicht nur als historische Sehenswürdigkeit, sondern auch für Konzerte, Festivals und Sportveranstaltungen. Damit ist es eines der wenigen römischen Bauwerke, das nach fast zwei Jahrtausenden noch regelmäßig bespielt wird.
Während der Sommermonate verwandelt sich die Arena in eine Bühne unter freiem Himmel, auf der Musik, Theater und Traditionen zu erleben sind. So bleibt das antike Monument ein Teil des alltäglichen Lebens in Arles.
Wann ist Stierkampf in Arles?

Die bekanntesten Stierkämpfe finden während der Feria d’Arles im Frühjahr und Herbst statt. Tausende Besucher strömen dann in die Arena, um die Corridas und die traditionellen Stierfeste zu erleben.
Die Feria ist ein kulturelles Großereignis, das weit über die Provence hinaus bekannt ist. Neben den Kämpfen gibt es Umzüge, Musik und Feiern in der ganzen Stadt – ein lebendiges Beispiel dafür, wie historische Monumente in Arles bis heute genutzt werden.
Auch ein Vergleich lohnt sich: Wie in Nîmes dienen die Arenen nicht nur als Zeugen der Antike, sondern auch als lebendige Veranstaltungsorte, die Tradition und Moderne miteinander verbinden.
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Besuch & Tickets
Ein Besuch im Amphitheater von Arles ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Arena ist ganzjährig zugänglich, die Öffnungszeiten variieren jedoch je nach Saison und Veranstaltungen wie der Feria d’Arles. Vor allem an Tagen mit Stierkämpfen bleibt das Monument geschlossen.
Kann man das Amphitheater von Arles besichtigen?

Ja, die Arena ist für dich geöffnet, mit Ausnahme weniger Tage im Jahr, an denen große Veranstaltungen stattfinden. Am besten planst du deinen Besuch am Vormittag oder späten Nachmittag, wenn die Sonne das Bauwerk in ein besonders stimmungsvolles Licht taucht.
Du kannst die Arena auf eigene Faust erkunden, doch Führungen geben dir einen tieferen Einblick in die Geschichte und Bedeutung des Bauwerks. Besonders spannend ist es, die antike Architektur mit den Augen eines Historikers oder Archäologen zu erleben.
Ein Rundgang führt dich nicht nur durch die Zuschauerränge, sondern auch über die steilen Treppenaufgänge und in die Nähe der einstigen Arenafläche. Dort spürst du besonders eindrucksvoll die Dimensionen dieses Bauwerks und die Atmosphäre vergangener Spektakel.
Tickets für das Amphitheater
Einzeltickets nur für die Arena sind nicht erhältlich – der Eintritt erfolgt über Kombi- oder Vorteilspässe. Besonders beliebt ist das Kombi-Ticket für Amphitheater und Römisches Theater. Zusätzlich gibt es den Advantage Pass (6 Monumente + 4 Museen) und den Liberty Pass (4 Monumente + 2 Museen).
Die offiziellen Eintrittskarten kannst du direkt über das städtische Buchungsportal kaufen. Dort findest du auch Informationen zu den aktuellen Öffnungszeiten und eventuellen Schließungen.
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Vergleich: Amphitheater vs. römisches Theater
In Arles findest du nicht nur die berühmte Arena, sondern auch ein römisches Theater. Beide Bauwerke stammen aus der Antike, unterscheiden sich jedoch deutlich in ihrer Funktion und Architektur.
Ein Amphitheater ist eine umlaufende Arena für Spiele und Spektakel; ein Theater ist halbkreisförmig und diente Aufführungen und Reden – zwei Funktionen, zwei Bauformen.
Römisches Theater Arles: Lohnt sich der Besuch?

Ja – das römische Theater in Arles lohnt sich auf jeden Fall, vor allem wenn du die Stadt in ihrem ganzen römischen Kontext erleben möchtest. Es wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. erbaut und bot Platz für rund 10.000 Zuschauer.
Während im Amphitheater Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen stattfanden, war das Theater für Schauspiel, Musik und Reden bestimmt. Heute kannst du dort noch Säulenreste und Mosaiken entdecken, die von der einstigen Pracht zeugen.
Das Theater wirkt kleiner und weniger monumental als die Arena, vermittelt dir aber eine andere Facette des römischen Lebens in Arles. Besonders praktisch: Mit einem gemeinsamen Ticket kannst du beide Bauwerke direkt nacheinander besichtigen.
Wenn dich antike Theater faszinieren, solltest du auch das Theater von Orange besuchen – eines der besterhaltenen Bühnenhäuser der Antike in ganz Europa.
Arles im Überblick: Stadt, Van Gogh & Camargue
Arles liegt am Rand der Camargue und verbindet antikes Erbe mit kreativer Gegenwart. Neben den römischen Monumenten prägen moderne Architektur wie der LUMA-Turm und Museen wie die Fondation Van Gogh das Stadtbild.
Für was ist Arles bekannt?

Arles ist vor allem für seine römischen Monumente, die Feria und Van Gogh bekannt. Doch die Stadt bietet noch viel mehr: malerische Plätze, enge Gassen und eine lebendige Kulturszene, die Tradition und Moderne verbindet.
Als UNESCO-Welterbestätte gehört Arles zu den kulturreichsten Städten in Südfrankreich. Gleichzeitig ist es ein idealer Ausgangspunkt, um Ziele wie Avignon oder den Papstpalast zu entdecken.
Darüber hinaus gilt Arles als Tor zur Camargue, einer einzigartigen Landschaft mit weißen Pferden, schwarzen Stieren und Flamingos. Diese Kombination aus antikem Erbe und Naturerlebnis macht die Stadt so besonders.
Hat Van Gogh in Arles gelebt?
Ja – Van Gogh verbrachte von 1888 bis 1889 eine prägende Zeit in Arles, in der er über 300 Werke schuf. Hier entstanden berühmte Gemälde wie „Das gelbe Haus“ oder die „Sternennacht über der Rhone“.
Bis heute erinnern zahlreiche Orte an den Künstler, darunter das Van-Gogh-Café und die Fondation Van Gogh. Ein Rundgang durch die Stadt führt dich zu den Original-Schauplätzen seiner Werke.
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FAQ: Amphitheater Arles
Du planst deinen Besuch im Amphitheater oder möchtest mehr über Arles erfahren? In den folgenden Fragen und Antworten findest du die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst.
Wie alt ist das Amphitheater in Arles?
Die Arena ist knapp 2000 Jahre alt – sie entstand um 90 n. Chr. zur Blütezeit der römischen Provinz Gallia Narbonensis. Dadurch gehört sie zu den bedeutendsten römischen Bauwerken in Frankreich.
Kann man das Amphitheater besuchen?
Ja, das Amphitheater ist ganzjährig zugänglich. An Tagen mit Großveranstaltungen (z. B. während der Feria) bleibt es vorübergehend geschlossen. Prüfe vorab die aktuellen Öffnungszeiten und eventuelle Sperrungen.
Ist Arles eine schöne Stadt?
Absolut – Arles verbindet römische Monumente, lebendige Kultur und die Nähe zur Camargue. Neben der Arena sorgen Plätze, Museen und Festivals für eine besondere Atmosphäre, die das ganze Jahr über spürbar ist.
Welches ist das größte Amphitheater der Welt?
Das Kolosseum in Rom gilt als größtes und berühmtestes Amphitheater. Die Arena von Arles ist kleiner, aber hervorragend erhalten und wird – ähnlich wie die Arena von Nîmes – bis heute aktiv genutzt.
Gibt es Einzeltickets nur für die Arena?
Nein, Einzeltickets nur für die Arena werden nicht angeboten. Der Eintritt erfolgt über Kombi- oder Vorteilspässe (z. B. Kombi Arena + Römisches Theater, Advantage/Liberty Pass).
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Morgens oder am späten Nachmittag – dann ist das Licht besonders stimmungsvoll und es ist meist ruhiger. In der Hochsaison lohnt sich ein früher Start.