Cucuron liegt im südlichen Luberon im Département Vaucluse, rund 40 Autominuten von Aix-en-Provence entfernt. Das Dorf wirkt ruhiger als die großen Luberon-Klassiker und eignet sich deshalb besonders für alle, die provenzalisches Alltagsleben statt einer dichten Sehenswürdigkeiten-Liste suchen.
Für einen ersten Rundgang reichen etwa anderthalb bis zwei Stunden. Mit Dienstagsmarkt, Mittagessen oder Museumsbesuch wird daraus ein entspannter halber Tag. Auf der Provence-Karte lässt sich Cucuron außerdem gut mit Lourmarin, Vaugines und Ansouis zu einer Route durch den Süd-Luberon verbinden.
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Bleibe über Nacht, wenn du das Dorf nach dem Tagesbetrieb erleben und den Luberon ohne ständige Anfahrt erkunden möchtest. Vergleiche Unterkünfte in Cucuron – vom Gästezimmer bis zum Ferienhaus.
- Cucuron im Überblick: Lohnt sich der Besuch?
- Cucuron Sehenswürdigkeiten: Was solltest du sehen?
- Markt in Cucuron: Wann ist Markttag?
- Cucuron als Filmkulisse: Welcher Film wurde hier gedreht?
- Cucuron zu Fuß: Wie planst du einen Rundgang?
- Restaurants in Cucuron: Wo kannst du gut essen?
- Übernachten in Cucuron: Im Dorf oder in der Umgebung?
- Anreise, Parken und Reisezeit: Was ist praktisch?
- Ausflüge rund um Cucuron: Welche Orte passen zusammen?
- Häufige Fragen zu Cucuron
Cucuron im Überblick: Lohnt sich der Besuch?
Cucuron ist kein Ort, den du wegen eines einzigen monumentalen Bauwerks besuchst. Sein Reiz entsteht aus kurzen Wegen, historischen Details, schattigen Plätzen und dem Wechsel zwischen lebendigem Dorfzentrum und stillen Gassen.
Gerade deshalb lohnt sich eine klare Erwartung: Cucuron passt hervorragend in eine Luberon-Route, sollte aber nicht wie ein ganzer Besichtigungstag geplant werden. Die Qualität liegt hier im Verweilen.
Wo liegt Cucuron im Luberon?
Cucuron liegt am Südhang des Grand Luberon, im Osten des Départements Vaucluse und nahe der Grenze zu den Bouches-du-Rhône.
Das Dorf befindet sich am Fuß des Mourre Nègre, des höchsten Gipfels des Luberon-Massivs. Südlich schließen Weinberge, Olivenhaine und die sanftere Landschaft des Pays d’Aigues an.
Anders als Gordes wirkt Cucuron nicht wie ein spektakuläres, geschlossenes Bergdorf. Der Ort verteilt sich auf zwei kleine Erhebungen, während das Bassin de l’Étang einen offenen Mittelpunkt bildet.
Pertuis liegt nur rund 13 Kilometer entfernt. Auch Aix-en-Provence ist nah genug für einen Tagesausflug, wobei ein Standort im Luberon deutlich mehr Ruhe in die Planung bringt.
Lohnt sich Cucuron – und wie viel Zeit solltest du einplanen?
Ja, Cucuron lohnt sich besonders als ruhiger Gegenpol zu bekannteren Orten wie Gordes, Roussillon oder Lourmarin.
Für Bassin, Altstadt, Kirche und Donjon sind etwa 90 Minuten realistisch. Wenn du fotografierst, auf einer Terrasse sitzt oder einen der Themenwege genauer verfolgst, werden daraus schnell zwei Stunden.
Am Dienstag solltest du mehr Zeit einplanen, weil der Wochenmarkt das Zentrum belebt. Ein halber Tag passt außerdem gut, wenn das Musée Marc Deydier geöffnet ist.
Einen kompletten Tag würde ich nur für Cucuron allein nicht reservieren. Sinnvoller ist die Verbindung mit Vaugines, Ansouis oder dem nahen Lourmarin.
Ist Cucuron ein mittelalterliches Dorf?
Cucuron besitzt einen mittelalterlichen Ortskern und Befestigungsreste, seine Geschichte reicht jedoch wesentlich weiter zurück.
Funde belegen eine Besiedlung seit der Jungsteinzeit. In gallorömischer Zeit lagen größere landwirtschaftliche Anwesen auf dem heutigen Gemeindegebiet, deren Spuren im örtlichen Museum sichtbar werden.
Der mittelalterliche Ort entwickelte sich ab dem 11. Jahrhundert rund um den Hügel Saint-Michel. Später wuchs Cucuron in Richtung der Kirche Notre-Dame-de-Beaulieu und wurde durch Mauern, Tore und Türme geschützt.
Viele Fassaden und Herrenhäuser stammen allerdings aus jüngeren Jahrhunderten. Cucuron ist deshalb kein unverändertes Mittelalterdorf, sondern ein gewachsener Ort mit mehreren historischen Schichten. Die offizielle Ortsvorstellung von Cucuron bietet dazu einen ersten Überblick.
Cucuron Sehenswürdigkeiten: Was solltest du sehen?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen dicht beieinander und lassen sich vollständig zu Fuß erkunden. Statt einer langen Checkliste lohnt sich ein Rundgang, der vom Bassin durch die alten Gassen bis zum Donjon führt.
Unterwegs zeigen Tore, Türme, Brunnen und Waschhäuser, wie stark Wasser, Verteidigung und Landwirtschaft die Entwicklung des Dorfes geprägt haben.
Bassin de l’Étang: Warum ist der Platz Cucurons Wahrzeichen?
Das lang gestreckte Bassin de l’Étang unter hohen Platanen ist der bekannteste und stimmungsvollste Ort in Cucuron.
Trotz seines Namens ist der Étang kein natürlicher See. Das von Quellen gespeiste Becken gehörte zum historischen Wassersystem des Dorfes und versorgte früher unter anderem tiefer liegende Mühlen.
Heute rahmen Terrassen, Restaurants und Wohnhäuser das Wasser ein. Besonders am frühen Morgen und am Abend entsteht eine ruhige Atmosphäre, während es am Dienstag rund um das Bassin deutlich lebendiger wird.
Im Becken darfst du nicht baden. Wenn du im Sommer eine Badestelle suchst, ist der außerhalb des Dorfes gelegene Étang de la Bonde die passendere Adresse. Prüfe dort vorher die aktuellen Zugangs- und Badebedingungen.
Donjon Saint-Michel: Wo findest du den schönsten Blick?
Vom Bereich rund um den Donjon Saint-Michel öffnet sich einer der schönsten Blicke über die Dächer von Cucuron und das Pays d’Aigues.
Der Donjon steht auf dem westlichen der beiden Dorfhügel. Der Weg hinauf ist kurz, führt aber über ansteigende Gassen und Stufen, weshalb feste Schuhe angenehmer sind als glatte Sandalen.
Das Gebäude wird zeitweise für Ausstellungen genutzt. Verlasse dich jedoch nicht darauf, dass der Innenraum bei jedem Besuch geöffnet ist – der Aufstieg lohnt sich auch wegen der Umgebung und des Ausblicks.
Für Fotos ist der spätere Nachmittag attraktiv, weil das Licht dann wärmer über Fassaden und Dächer fällt. Bei Hitze ist der schattenarme Anstieg morgens angenehmer.
Notre-Dame-de-Beaulieu, Beffroi und Stadttore: Was gehört zur Altstadt?
Kirche, Glockenturm und erhaltene Tore machen die frühere Ausdehnung des befestigten Cucuron noch heute gut lesbar.
Die Kirche Notre-Dame-de-Beaulieu erhebt sich auf dem östlichen Hügel. Im Inneren sind vor allem die sakrale Ausstattung und die Orgel interessant, während draußen der Blick auf den gewachsenen Ortskern überzeugt.
Zu den markanten Stationen gehören außerdem die Porte de l’Horloge mit dem Beffroi sowie der Portail de l’Étang. Dazwischen liegen enge Passagen, alte Häuser und kleine Plätze.
Versuche nicht, jede historische Fassade einzeln abzuhaken. Cucurons Altstadt funktioniert besser als zusammenhängender Spaziergang, bei dem sich die früheren Mauerringe und Erweiterungen nach und nach erschließen.
Musée Marc Deydier: Lohnt sich das Dorfmuseum?
Das Musée Marc Deydier lohnt sich, weil es Cucurons Geschichte ungewöhnlich konkret mit Archäologie, Alltagskultur, Fossilien und historischen Fotografien verbindet.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Hôtel particulier. Zu den archäologischen Stücken zählen Funde einer gallorömischen Villa und ein Graffito mit der Darstellung eines römischen Handelsschiffs.
Ein weiterer Schwerpunkt sind mehr als 2.800 Glasplattennegative des Notars und Fotografen Marc Deydier. Seine Aufnahmen dokumentieren Dorfleben, Landwirtschaft, Feste und Landschaften zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Hinzu kommen volkskundliche Sammlungen sowie geologische und paläontologische Exponate. Dadurch ist das Museum auch eine gute Option, wenn du Cucuron nicht nur als hübsche Kulisse wahrnehmen möchtest.
Das Museum öffnet saisonal. Für 2026 nennt die Gemeinde einen Zeitraum vom 6. Juni bis 20. September, mit täglicher Öffnung in der Hauptsaison und eingeschränkteren Zeiten davor und danach. Prüfe deshalb kurz vor deinem Besuch die aktuellen Angaben zum Musée Marc Deydier.
Markt in Cucuron: Wann ist Markttag?
Der traditionelle Wochenmarkt von Cucuron findet ganzjährig am Dienstagvormittag statt, laut Gemeindeübersicht in der Regel von 8:00 bis 12:30 Uhr. Die Stände verteilen sich rund um die Place de l’Étang, den Portail de l’Étang und einen Teil der Rue Intendant Général Deranque.
Zusätzlich gibt es von Mai bis September donnerstags einen Produzentenmarkt. Er ist kleiner und stärker auf lokale, biologische oder verantwortungsvoll erzeugte Lebensmittel ausgerichtet.
Die beiden Märkte erfüllen deshalb unterschiedliche Erwartungen:
| Markt | Termin | Saison | Ort | Charakter |
|---|---|---|---|---|
| Wochenmarkt | Dienstag, meist 8:00–12:30 Uhr | Ganzjährig | Place de l’Étang und angrenzende Straßen | Klassischer Provence-Markt mit Lebensmitteln und weiteren Waren |
| Produzentenmarkt | Donnerstag, 15:30–19:00 Uhr | Mai bis September | Place de l’Étang | Lokale Erzeuger, Bio-Produkte und kurze Wege |
Für einen ersten Besuch ist der Dienstag die vielseitigere Wahl. Dann verbinden sich Markt, Bassin und Dorfleben besonders schön, allerdings solltest du früher kommen und außerhalb des unmittelbaren Zentrums parken.
Typisch sind Obst und Gemüse der Saison, Käse, Oliven, Honig, Wurstwaren, Brot, Kräuter und zubereitete Speisen. Angebot und Zahl der Stände können je nach Jahreszeit schwanken.
Die Zeiten beider Märkte werden von der Gemeinde auf der Seite zu den Märkten in Cucuron veröffentlicht. Prüfe sie vor Feiertagen oder besonderen Veranstaltungen nochmals.
Cucuron als Filmkulisse: Welcher Film wurde hier gedreht?
Am bekanntesten ist Cucuron als Drehort von „Ein gutes Jahr“ aus dem Jahr 2006. Für den Film von Ridley Scott wurde die Place de l’Étang zur romantisch beleuchteten Kulisse eines abendlichen Treffens von Max und Fanny.
Die Szene lässt den Platz wie ein Freiluftkino wirken. Bassin, Platanen, Lichter und Restauranttische sind tatsächlich in Cucuron zu finden, auch wenn die filmische Inszenierung den Ort natürlich verändert hat.
Wichtig ist die Abgrenzung: Nicht der gesamte Film entstand hier. Weitere bekannte Drehorte von „Ein gutes Jahr“ liegen an anderen Stellen im Luberon und in der Provence.
Schon zuvor war Cucuron in „Der Husar auf dem Dach“ zu sehen. Die historischen Gassen und Fassaden passten zur Handlung des in der Provence des 19. Jahrhunderts spielenden Films.
Der lokale Luberon-Guide zu Cucuron nennt beide Produktionen. Vor Ort brauchst du keine geführte Filmroute: Das Bassin und die Altstadt lassen sich problemlos in den normalen Rundgang integrieren.
Weitere Drehorte und ihre Bedeutung für das Bild der Region findest du im Überblick zu Filmkulissen in Südfrankreich.
Cucuron zu Fuß: Wie planst du einen Rundgang?
Der kompakte Ortskern macht Cucuron zu einem angenehmen Ziel für einen Rundgang ohne Auto. Die Wege sind kurz, werden zwischen Kirche und Donjon jedoch steiler und stellenweise uneben.
Du kannst entweder einer einfachen eigenen Route folgen oder dich an den beschilderten Themenwegen orientieren. Beides lässt sich ohne großen Planungsaufwand miteinander verbinden.
Cucuron in 90 Minuten: Welche Route ist sinnvoll?
Eine logische 90-Minuten-Runde beginnt am Bassin, führt durch die befestigte Altstadt hinauf zum Donjon und endet wieder an der Place de l’Étang.
Starte mit einer Runde um das Wasser und gehe anschließend durch den Portail de l’Étang. Über die inneren Gassen erreichst du Porte de l’Horloge, Beffroi und Notre-Dame-de-Beaulieu.
Wenn das Musée Marc Deydier geöffnet ist, kannst du dort einen kurzen oder ausführlichen Stopp einlegen. Danach führt der Weg auf den westlichen Hügel zum Donjon Saint-Michel.
Für den Rückweg wählst du andere Gassen und lässt dich wieder zum Bassin hinabführen. Dort bietet sich eine Pause an, bevor du zum Parkplatz zurückgehst.
Drei Themenwege durch Cucuron: Welche Route passt zu dir?
Drei beschilderte Rundgänge erschließen Cucuron über Architektur, Wasser und historische Fotografien und lassen sich flexibel miteinander verbinden.
Der Rundgang zum gebauten Erbe umfasst 20 Stationen und erklärt zentrale Bauwerke. Er eignet sich am besten, wenn du Tore, Türme, Kirche und Herrenhäuser einordnen möchtest.
„Au fil de l’eau“ verbindet elf Stationen rund um Quellen, Brunnen, Waschhäuser und das Bassin. Dieser Weg macht verständlich, warum Wasser für das Dorf trotz des trockenen Klimas so wichtig war.
„Cucuron 1900“ stellt an 16 Orten Fotografien Marc Deydiers der heutigen Ansicht gegenüber. Zusätzlich erinnern Tafeln an den Donjon und die Opfer der Pest von 1720/21.
Die Gemeinde stellt die drei Kultur- und Themenwege durch Cucuron vor. Du musst keinen davon vollständig ablaufen, um ihre Tafeln sinnvoll zu nutzen.
Restaurants in Cucuron: Wo kannst du gut essen?
Für ein Dorf seiner Größe besitzt Cucuron eine bemerkenswerte gastronomische Auswahl. Rund um das Bassin und in den angrenzenden Straßen findest du einfache Terrassen ebenso wie ambitionierte Küche.
Gerade am Wochenende und in der Hauptsaison ist eine Reservierung sinnvoll. Außerdem wechseln Ruhetage und Öffnungszeiten häufiger, als es eine statische Übersicht zuverlässig abbilden könnte.
La Petite Maison de Cucuron: Was erwartet dich am Étang?
La Petite Maison de Cucuron ist die bekannteste kulinarische Adresse des Dorfes und wird 2026 mit einem Michelin-Stern geführt.
Das Restaurant von Éric Sapet liegt direkt an der Place de l’Étang. Die Küche interpretiert provenzalische und klassische französische Aromen auf einem deutlich gehobenen Niveau.
Ein Besuch ist keine spontane, günstige Mittagspause, sondern eine bewusste Restaurantentscheidung. Reserviere frühzeitig und prüfe Menü, Preise sowie Öffnung direkt beim Restaurant.
Weitere Restaurants in Cucuron: Wo solltest du reservieren?
Auch außerhalb der Sterneküche reicht die Auswahl von moderner Bistroküche bis zu unkomplizierten Lokalen am Bassin.
MatCha wird ebenfalls im Guide Michelin geführt und arbeitet mit einer modernen, stark produktorientierten Küche. Daneben gibt es kleinere Bistros, Brasserien und saisonal geöffnete Terrassen.
Wähle nicht nur nach Bewertung, sondern nach Tagesplanung: Für einen Markttag passt ein früher Tisch, während ein Abendessen am Bassin besonders reizvoll ist, wenn die Tagesgäste bereits abgereist sind.
Die aktuelle Michelin-Einordnung der Petite Maison hilft bei der Orientierung. Für weitere Lokale solltest du zusätzlich aktuelle Ruhetage und Reservierungsmöglichkeiten prüfen.
Übernachten in Cucuron: Im Dorf oder in der Umgebung?
Eine Übernachtung in Cucuron lohnt sich vor allem, wenn du Ruhe suchst und morgens oder abends durch das Dorf gehen möchtest. Dann zeigt sich die Place de l’Étang deutlich entspannter als während Markt und Tagesbetrieb.
Das Angebot besteht überwiegend aus kleinen Gästehäusern, Ferienwohnungen und Ferienhäusern. Große Hotels oder eine breite Auswahl in unterschiedlichen Preisklassen solltest du im kompakten Dorf nicht erwarten.
Für Camping kommt unter anderem der saisonal geöffnete Camping Le Moulin à Vent außerhalb des Ortskerns infrage. Wildcamping ist im Luberon dagegen untersagt; reserviere einen regulären Stellplatz und prüfe die Saisonzeiten.
Für eine Reise durch den südlichen Luberon ist Cucuron dennoch eine attraktive Basis. Lourmarin, Ansouis, Vaugines und mehrere Wein- und Olivenölbetriebe liegen in der näheren Umgebung.
Wenn dir Restaurants, Boutiquen und abendliches Leben wichtiger sind, bietet Lourmarin die lebhaftere Alternative. Für eine größere Stadtauswahl kommt außerdem Aix-en-Provence infrage, allerdings mit mehr Fahrzeit zu den Dörfern.
Vergleiche Unterkünfte in Cucuron möglichst früh, wenn du während der Sommerferien, zur Lavendelzeit oder rund um ein langes Wochenende reisen möchtest. Allgemeine Entscheidungshilfe findest du zusätzlich bei den Hotels in der Provence.
Anreise, Parken und Reisezeit: Was ist praktisch?
Cucuron ist über Landstraßen gut erreichbar, liegt aber abseits großer Bahnstrecken. Für einzelne Besuche reicht etwas Vorbereitung; für mehrere Dörfer macht ein Auto die Tagesplanung deutlich flexibler.
Parkplatz, Markttermin und Tageszeit beeinflussen das Erlebnis stärker als die reine Entfernung. Im Sommer lohnt sich deshalb ein früher Start.
Wie kommst du nach Cucuron?
Mit dem Auto erreichst du Cucuron am einfachsten über Pertuis, Cadenet oder die Straßen des Pays d’Aigues.
Von Aix-en-Provence sind es je nach Route und Verkehr ungefähr 35 Kilometer. Pertuis liegt deutlich näher und eignet sich als Anschlussort für Bahn und regionale Busse.
Cucuron wird außerdem von ZOU!-Bussen bedient, unter anderem in Richtung Pertuis und Cavaillon. Die Fahrpläne unterscheiden sich jedoch nach Schulzeit, Ferien und Wochentag, weshalb Hin- und Rückfahrt vorab zusammen geprüft werden sollten.
Wenn du Cucuron mit mehreren Luberon-Dörfern kombinierst, ist ein Mietwagen in der Provence meist die praktischste Lösung. Plane trotzdem nicht zu viele Stationen, denn kleine Straßen und Pausen verlängern den Tag.
Wo kannst du in Cucuron parken?
Am entspanntesten parkst du am Rand des Ortskerns und erkundest Cucuron von dort vollständig zu Fuß.
Praktische Stellflächen liegen im Bereich des Tourismusbüros beziehungsweise der Cave Louérion. Von dort erreichst du das Bassin und den Beginn des historischen Rundgangs nach wenigen Minuten.
Eine weitere Möglichkeit ist der kostenlose Parkplatz am Parc de la Ferrage. Dort gibt es auch öffentliche Toiletten, Picknickmöglichkeiten, Fahrradständer und einen Spielbereich für Kinder.
Am Dienstag werden Flächen und Straßen rund um die Place de l’Étang für den Markt benötigt. Fahre deshalb nicht unnötig weit ins Zentrum und beachte die aktuelle Beschilderung.
Wann ist die beste Reisezeit für Cucuron?
Für Rundgänge und Ausflüge sind April bis Juni sowie September und Oktober meist angenehmer als die heißesten Hochsommerwochen.
Im Frühling wirken Weinberge, Gärten und Hänge besonders frisch. Der Frühsommer verbindet lange Tage mit Lavendel und lebhaften Terrassen, bringt aber zunehmend mehr Besucher und Wärme.
Im Juli und August solltest du Cucuron morgens oder am späten Nachmittag besuchen. Die Platanen am Bassin spenden Schatten, während die höher gelegenen Gassen und der Donjon deutlich sonniger sind.
Der Herbst passt gut zu Wein, Olivenöl und ruhigeren Rundgängen. Im Winter ist das Dorf sehr still, allerdings öffnen Museum, einzelne Restaurants und touristische Angebote dann nur eingeschränkt.
Wenn der Markt dein Hauptgrund ist, wähle einen Dienstag. Weitere saisonale Hinweise findest du bei der besten Reisezeit für die Provence.
Ausflüge rund um Cucuron: Welche Orte passen zusammen?
Cucuron liegt günstig für eine Route durch den südlichen Luberon. Dabei ist eine kleine, geografisch schlüssige Runde fast immer besser als der Versuch, alle bekannten Dörfer an einem Tag abzuhaken.
Entscheidend ist, ob du einen halben Tag in der unmittelbaren Umgebung verbringen oder eine größere Fahrt in den nördlicheren Luberon unternehmen möchtest.
Lourmarin, Vaugines und Ansouis: Wie planst du die kurze Süd-Luberon-Route?
Cucuron, Vaugines, Lourmarin und Ansouis liegen nah genug beieinander, um daraus eine entspannte Halb- oder Tagestour zu gestalten.
Vaugines ist der kleinste und stillste Stopp. Dort reichen ein kurzer Rundgang und der Blick auf die Kirche, bevor du nach Lourmarin oder Ansouis weiterfährst.
Lourmarin bietet deutlich mehr Geschäfte, Cafés und ein Renaissance-Schloss. Deshalb eignet sich der Ort gut für eine längere Mittags- oder Nachmittagspause.
Ansouis ergänzt die Route um ein kompaktes historisches Dorf mit Schlosskulisse. Wenn du langsam reisen möchtest, genügen Cucuron, Lourmarin und eines der beiden kleineren Dörfer vollkommen.
Ohne eigenes Auto gibt es eine private Ganztagestour, die Aix-en-Provence mit Cucuron, Vaugines und Lourmarin verbindet. Sie ist eher ein individuelles Gourmet-Erlebnis als eine günstige Standardtour.
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Bonnieux, Roussillon und Gordes: Lohnt sich ein ganzer Tag?
Eine Verbindung mit Bonnieux, Roussillon oder Gordes lohnt sich nur als bewusst geplanter ganzer Luberon-Tag.
Über die Combe de Lourmarin erreichst du Bonnieux und den nördlichen Teil des Massivs. Bonnieux passt besonders gut, wenn du Cucurons Dorfatmosphäre um ein weites Panorama ergänzen möchtest.
Roussillon setzt mit seinen ockerfarbenen Häusern einen starken Kontrast. Für Dorf und Ockerfelsen von Roussillon solltest du genügend Zeit reservieren.
Gordes ist der größte Umweg und sollte nicht nur für einen schnellen Haken auf der Liste ergänzt werden. Wenn Gordes Priorität hat, starte dort früh und fahre anschließend über Roussillon und Bonnieux in den Süden.
Häufige Fragen zu Cucuron
Zum Abschluss findest du die wichtigsten Antworten zu Markt, Filmkulisse, Zeitplanung und historischem Charakter kompakt zusammengefasst. Die ausführlichen Hintergründe und praktischen Hinweise stehen in den jeweiligen Abschnitten weiter oben.
Wann ist Markt in Cucuron?
Der Wochenmarkt von Cucuron findet ganzjährig dienstags, meist von 8:00 bis 12:30 Uhr, rund um die Place de l’Étang statt. Von Mai bis September gibt es dort zusätzlich donnerstags von 15:30 bis 19:00 Uhr einen Produzentenmarkt.
Welcher Film wurde in Cucuron gedreht?
Cucuron ist vor allem als Drehort von „Ein gutes Jahr“ bekannt. Die abendliche Szene mit Max und Fanny entstand am Bassin de l’Étang. Außerdem wurden Teile von „Der Husar auf dem Dach“ im Dorf gedreht.
Lohnt sich ein Besuch in Cucuron?
Ja, Cucuron lohnt sich für historische Gassen, Dorfatmosphäre, Markt, Gastronomie und die bekannte Filmkulisse am Bassin. Der Ort ist ruhiger und weniger auf spektakuläre Panoramen ausgerichtet als Gordes oder Roussillon.
Wie viel Zeit solltest du für Cucuron einplanen?
Für einen Rundgang durch Cucuron reichen etwa 90 Minuten bis zwei Stunden. Mit Markt, Mittagessen oder Musée Marc Deydier solltest du einen halben Tag einplanen und den Besuch anschließend mit einem Nachbardorf verbinden.
Ist Cucuron ein mittelalterliches Dorf?
Cucuron besitzt einen mittelalterlichen Kern, Befestigungsreste, Tore und Türme. Die Ortsgeschichte reicht jedoch bis in die Jungsteinzeit und gallorömische Epoche zurück; viele sichtbare Gebäude entstanden zudem erst in späteren Jahrhunderten.
Kann man im Bassin de l’Étang baden?
Nein, das Bassin de l’Étang im Zentrum von Cucuron ist keine Badestelle. Es handelt sich um ein historisches, von Quellen gespeistes Wasserbecken. Zum Baden kommt eher der außerhalb des Dorfes gelegene Étang de la Bonde infrage.