Mit dem Auto durch die Provence: Was tun bei einer Panne?

Ein Roadtrip mit dem Auto durch die Provence. Vorbei an leuchtenden Lavendelfeldern und urigen Dörfern – die pittoreske Landschaft Südfrankreichs lässt Urlaubsträume wahr werden. Ein kaputtes Auto kann jedoch schnell zum Spielverderber werden und der Abschleppdienst zur nächsten Werkstatt die Urlaubskasse erheblich schröpfen.

Inhaltsverzeichnis
Schnelle Hilfe bei Pannen | Gedeckelte Abschleppkosten für Pkw | Kfz-Schutzbrief deckt nicht alle Kosten ab

Egal ob mit dem eigenen Auto oder per Mietwagen: Einige Probleme wie eine leere Batterie oder ein defekter Reifen sind freilich schnell behoben. Aber einige Reparaturen lassen sich nicht mal eben schnell am Straßenrand durchführen. Ob ein defektes Getriebe bei einem Opel oder ein streikender Anlasser bei einem Seat – hier ist professionelle Hilfe gefragt und die kann teuer werden.

Schnelle Hilfe bei Pannen

Ein Roadtrip durch die Provence.

Ein Roadtrip durch die Provence.

Die Kosten sind erheblich höher, wenn das Fahrzeug nicht repariert werden kann und abgeschleppt werden muss. Bei einer Panne auf der Autobahn sollte man die Warnblinker einschalten, sich anschließend samt Warnweste hinter die Leitplanke begeben und die nächste Notrufsäule aufsuchen. Sie stehen in einem Abstand von zwei Kilometern. Alternativ kann die 17 mit dem Mobiltelefon gewählt (ohne Ländervorwahl) oder an einer nahen Tankstelle um Hilfe gebeten werden.

Die Pannenfahrzeuge benötigen in der Regel maximal 30 Minuten. Ein Warndreieck darf aus Sicherheitsgründen nicht aufgestellt werden. Die Gebühren für das Abschleppen auf französischen Autobahnen sind keine Verhandlungssache, sondern gesetzlich geregelt, um das Abzocken von Touristen zu verhindern. Privates Abschleppen ist übrigens verboten.

Gedeckelte Abschleppkosten für Pkw

Mit dem Wohnmobil durch die Provence zu fahren, ist für viele Liebhaber des Campings ein großer Traum.

Mit dem Wohnmobil durch die Provence zu fahren, ist für viele Liebhaber des Campings ein großer Traum.

Firmen, die für den jeweiligen Autobahnabschnitt als Pannendienst zugelassen sind, dürfen für Fahrzeuge bis 1,8 Tonnen 123,90 Euro und nachts/sonntags 185,85 Euro verlangen. Bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen liegen die Kosten bei 153,21 bzw. 229,82 Euro. In den Kosten sind 30 Minuten vor Ort, 30 Minuten Transport und bis fünf Kilometer nach der Autobahnausfahrt enthalten und sie müssen sofort nach dem Abschleppen bezahlt werden.

Wer mit einem Wohnmobil durch die Provence fährt oder mit einem anderen Fahrzeug unterwegs ist, das mehr als 3,5 Tonnen wiegt, muss der Preis mit dem Pannendienst besprochen werden. Hier kann es dann wirklich teuer werden – vierstellige Summen sind da keine Seltenheit. Hinzu kommt die teilweise lange Wartezeit auf Ersatzteile in der Werkstatt.

Wer die Möglichkeit hat, bei einer Panne noch von der Autobahn abzufahren, sollte das tun. Denn bei einer Panne innerorts oder auf der Landstraße ist es auch möglich, Hilfe über einen Automobilclub zu holen. Viele Urlauber haben einen Kfz-Schutzbrief mit einer Pannenversicherung, der auch im Ausland gilt. So lassen sich teure Rechnungen bei einem Defekt am Auto oftmals vermeiden.

Kfz-Schutzbrief deckt nicht alle Kosten ab

Daher sollte man sich schon vor der Abreise erkundigen, ob und in welchem Rahmen das Fahrzeug bei einem Schaden abgesichert ist und bis zu welcher Höhe die Kosten für das Abschleppen erstattet werden. Denn manchmal sind Schutzbriefe auf eine bestimmtes Gewicht limitiert, sodass beispielsweise Wohnmobile gar nicht versichert sind. Beim Pannendienst sind bei Mitgliedern von Automobilclubs oft nur die Anfahrtskosten abgedeckt, während Arbeit und Material selbst bezahlt werden müssen.

Wer sich ein Wohnmobil mietet, sollte sich ebenfalls genau über die Versicherungsbedingungen informieren. Wenn möglich, empfiehlt sich ein Modell mit einem Gewicht von weniger als 3,5 Tonnen, um hohe Kosten für den Abschleppdienst auf der Autobahn zu vermeiden.

19. Juni 2019