Schluchten des Verdon

Rafting

Nicht zu Unrecht wird das Flusstal des Verdon gern mit den Grand Canyons verglichen. Der Verdon hat sich über unzählige Jahre hinweg ein tiefes Bett in die weißen Felsen gegraben und dabei eine der landschaftlich reizvollsten Gegenden Südfrankreichs geschaffen. Die Schluchten sind ein Paradies für Wildwasserfahrer oder Steilwandkletterer. Ehrlich gesagt ist die Gegend zu vielseitig, um Sie an einem Tagesausflug erkunden zu können. Denn die serpentinenreiche Strasse von Castellane bis zum Lac de St. Croix und zurück nimmt einen ganzen Tag in Anspruch.

Es gibt zwei Möglichkeiten dorthin zu gelangen. Entweder Sie verlassen die E80 an der Abfahrt Le Muy und fahren dann in Richtung Draguignan und folgen dort der Ausschilderung in Richtung Gorges de Verdon. Es ist aber auch möglich von Grasse aus über die Route Napoleon gen Norden zu fahren und dann von Castellane aus die Rundfahrt zu starten. Eine Rundfahrt um die Schluchten ist ausgeschildert, auf der rechten Seite sollten Sie den Umweg über die Route des crêtes nehmen, denn von dort aus bieten sich zahllose wundervolle Ausblicke über dieses imposante Flusstal. Achten Sie dabei auf die ausgeschilderten Aussichtspunkte. Am Ende der Schluchten liegt der See St. Croix, wo Sie ein Boot mieten können und ein Stück in die Schluchten fahren können. Baden ist in aller Regel bitter nötig, denn nach so einer Rundfahrt ist man doch recht verschwitzt.

Die Schluchten des Verdon

Wandern ist ein ganz besonderes Erlebnis in dieser Gegend. Der bekannteste Wanderweg ist wohl der Sentier Martel, der am Chalet de la Maline startet und am Point Sublime endet. Er führt für ca. 14 km durch wirklich atemberaubende Landschaften entlang des Verdon. Unbestrittener Höhepunkt der Wanderung ist wohl die Treppe Breche Imbert, wo es über 7 Treppen steil abwärts geht (nicht für Menschen mit Höhenangst). Die Wanderung wird allgemein als anspruchsvoll bezeichnet, einige schwierige Passagen sind enthalten und zwei Wandertunnel. Die empfohlenen Pullover braucht man allenfalls in der Vorsaison oder bei kühlem Wetter, im Sommer ist man über die Abkühlung im Tunnel am Ende der Wegstrecke eher froh. Die Taschenlampe hingegen sollte man nicht vergessen, da ein Tunnel 670 m lang ist und stockfinster.

2 Liter Wasser pro Nase haben bei uns gerade so gereicht (es war aber auch heiß…). Schön ist, dass der Weg überwiegend im Schatten verläuft. Man sollte ca. 7 Stunden für die Wanderung rechnen. Der Wanderführer sagt, dass es nichts für Kinder unter 10 Jahren wäre – naja unser Nachwuchs war 8 und ist wacker mitgelaufen (ohne das ganze Jahr zu trainieren).

Vom Point Sublime gibt’s einen Taxitransfer zurück zum Chalet de la Maline, kostet ca. 30 € für drei Personen – oder man trifft wie wir ein paar nette Holländer, die einen umsonst mitnehmen!