Marseille – die große Hafenstadt im Süden

Marseille ist mit seinen über 850.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Frankreichs und schmiegt sich dort malerisch an die Küste des Mittelmeers an.

Die Kathedrale  von Marseille (Cathédrale de la Major) ist die Bischofskirche der römisch-katholischen Erzdiözese Marseille.

Die Kathedrale von Marseille (Cathédrale de la Major) ist die Bischofskirche der römisch-katholischen Erzdiözese Marseille.

Keine Frage, Paris ist ein wunderbares Ziel für eine Städtereise. Die Museen, die Restaurants, die Geschäfte – ah, magnifique! Aber Hand aufs Herz, ist Paris eine Stadt, um darin gleich den ganzen Sommerurlaub zu verbringen? Alle (außer ein paar hartgesottenen Fashionistas und Shopaholics) dürften jetzt wohl ganz laut „non“ rufen. Kein Sand, kein Strand, kein Wasser weit und breit, das geht für einen erholsamen Badeurlaub gar nicht! Ganz anders präsentiert sich da Frankreichs zweitgrößte Stadt. Marseille liegt in der schönen Feriengegend Provence und schmiegt sich dort malerisch an die Küste des Mittelmeers an. Als Basis für einen Urlaub hat die Metropole einfach alles zu bieten. Hier kann man in jeder Preislage übernachten und hier gibt es sowohl eifrig besuchte Badestrände als auch malerische, einsame Buchten. Man kann in Marseille Kultur tanken ohne Ende (die Stadt war 2013 immerhin Kulturhauptstadt), man kann aber auch einfach nur bummeln und das Leben von einem schicken Straßencafé aus an sich vorbeiziehen lassen. Sogar erstklassige Ausflüge sind für Marseille-Urlauber kein Problem. Die Riviera liegt ihnen ebenso zu Füßen wie das Hinterland der Provence.

Schon die Anreise nach Marseille ist ein Vergnügen. Schließlich verfügt die Stadt mit der A 50 nicht nur über einen erstklassigen Autobahnanschluss, sondern mit dem Marseille Provence Airport auch über einen internationalen Flughafen. Also, nichts wie rein in den Flieger, und ganz entspannt nach etwa zwei bis zweieinhalb Stunden von Deutschland aus in Südfrankreich landen.

Tickets für Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten

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Eine reiche Geschichte aus vielen kulturellen Zutaten

Marseille ist eine faszinierende Stadt, die eine reiche Geschichte und entsprechend viele historische und kulturelle Einflüsse vorzuweisen hat. Rund 2600 Jahre datieren die ältesten gefundenen Zeugnisse der Stadt zurück, die zunächst als kleine Handelsniederlassung der antiken Griechen gegründet wurde. Im Laufe der Geschichte kamen dann die Römer, die Westgoten und die Ostgoten, die Franken, die Burgunder und die Sarazenen – um nur einige Beispiele zu nennen. Sie alle haben Spuren in diesem Schmelztiegel hinterlassen, die bis heute die Atmosphäre der Stadt beeinflussen und ihren unvergleichlichen Charme ausmachen.

Vielleicht muss man aber erst mal eine Weile dort gewesen sein, um diesem Charme wirklich auf die Spur zu kommen. Marseille hat nämlich selbst auf den ersten, vielleicht noch ganz flüchtigen Blick schon so viel zu bieten, dass die tieferen Dimensionen fast übersehen werden könnten. Ganz obenan auf der Liste steht da etwa die maritime Atmosphäre des Alten Hafens, wo man abends großartig essen gehen kann. Natürlich wird dort französisch gekocht, aber auch italienisch, marokkanisch und ganz traditionell provenzalisch. Der Fisch ist so frisch wie sonst fast nirgendwo in Frankreich, die Weine stammen von Winzern aus der Umgebung und sind spätestens nach dem zweiten Glas einfach nur göttlich, die Luft schmeckt ganz etwas nach Salz und die Sonne geht vor einem Panorama von weißen Jachten und Fischerbooten unter. Tja, da muss der Museumsbesuch dann wohl noch ein bisschen warten…

Wenn es dann jedoch so weit ist, fällt die wahrscheinlich Auswahl schwer. Ein guter Tipp ist das „MuCEM“, so die Abkürzung für das Museum für die Kulturen Europas und des Mittelmeerraums (1 espl. du J 4). Mit einem Besuch wird hier, de Name deutet es ja schon, ein kultureller Rundumschlag geboten, der noch dazu wunderschön gelegen ist. Der moderne Museumsbau des Architekten Rudi Riciotti liegt am Alten Hafen und ist über einen Steg mit dem ebenfalls sehenswerten Fort St. Jean verbunden. Ebenfalls sehens wert ist das „MAAOA“ , abgekürzt für Musée d’Arts africains, océaniens, amérindiens (2 r.de la Charité). Hier gibt es die größte Sammlung von Kunst und kultischen Gegenständen aus Ozeanien, Amerika und Afrika zu sehen, die Frankreich außerhalb von Paris aufzubieten hat. Doch es sind nicht nur die Museen, die zu einem Besuch einladen. Auch eindrucksvolle Kirchen und Burgen entführen immer wieder in die Vergangenheit und offenbaren unerwartete Eindrücke und Schätze.

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Strände, Buchten, Bars

Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (französisch: Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, kurz: MuCEM) wurde am 7. Juni 2013 eröffnet.

Das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers (französisch: Musée des Civilisations de l’Europe et de la Méditerranée, kurz: MuCEM) wurde am 7. Juni 2013 eröffnet.

Es darf zwischendurch auch gern etwas Gegenwart sein? Dann sollte man sich mit dem Auto oder dem Fahrrad auf den Chemin de Sormiou aufmachen und an der Calanque de Morgiou eine scheinbar unberührte Landschaft entdecken. Das meint der Besucher zumindest so lange, bis dann doch plötzlich eine Bucht mir einem Badestrand, einer Bar und einem kleinen Restaurant hinter einer Biegung auftaucht. Apropos Restaurant. Mindestens einmal sollte man während eines Aufenthalts in Marseille in einem Sternerestaurant speisen. Die Dichte an besternten Küchen ist fast konkurrenzlos, hier ist von einem bis hin zu drei(!) Michelinsternen alles angesiedelt, was in der kulinarischen Spitzendwelt Rang und Namen hat.