Aiguines – Am Ausgang der Schluchten des Verdon

Aiguines liegt oberhalb des Lac de St. Croix, am Ausgang der Schluchten des Verdon. Das Dorf bietet einen hervorragenden Überblick über den See. Aufgrund seiner exponierten Lage blieb es beim Aufstauen des Sees verschont, im Gegensatz zu anderen Dörfern rings um den See sind die Gebäude hier “echt” und keine Nachbauten.

Ein Schloss mit quadratischem Grundriss, vier Ecktürmen und bunten Dachziegeln ist quasi das Wahrzeichen des Ortes. Es ist von einem großzügigen Park umgeben, in dem man herrlich entspannte Spaziergänge unternehmen kann und Lust bekommt, mehr über die Geschichte von Aiguines und der Provence zu erfahren.

Doch zunächst noch einmal zurück zu der Lage dieses hübschen Ortes

Denn allein die Nähe zu den Schluchten des Verdon würde schon einen Besuch mehr als rechtfertigen. Warum das so ist, das wird vielleicht durch den Spitznamen „Grand Canyon der Provence“ deutlich, den man dieser Landschaft gegeben hat. Tatsächlich hat sich der Fluss über Zehntausende von Jahren einen Weg durch die weiß leuchtenden Felsen gebahnt. Daraus ist nicht nur ein Paradies für Wassersportler entstanden, sondern auch eine überaus pittoreske und faszinierende Landschaft. Über 20 lange Kilometer zieht der Fluss durch diese Bilderbuchszenerie, eingerahmt von bis zu 700 Meter hohen Felsen. Die Schluchten des Verdon gehören ohne Zweifel mit zum Schönsten, das Südfrankreich zu bieten hat – und sie liegen in unmittelbarer Nähe zu Aiguines.

Das Dorf scheint in einen Touristenteil und einen Einwohnerteil getrennt zu sein. Entlang der durch den Ort führenden Straße findet man zahlreiche Geschäfte und Restaurants. Hier lässt es sich aufs Angenehmste „provenzalisch“ leben. Mit viel Muße, gutem Essen und gepflegten Getränken zum Beispiel. Aber auch mit der Möglichkeit zu einem unverwechselbaren Einkaufsbummel. Typische Waren der Provence wie feine Seifen, Delikatessen, Öle und Lavendelprodukte gibt es hier in ebenso großer Auswahl wie lebhaft gemusterte provenzalische Stoffe, Kunsthandwerk und Kunst. Kaum möglich, hier kein anspruchsvolles Souvenir für daheim zu finden! Anschließend kann man ja bei einem Café au lait oder einem Wein aus lokaler Produktion gleich wieder ausruhen. Ein Tip dafür wären die kleinen Cafés und Bistros auf dem Platz am Brunnen in der Ortsmitte.

Dahinter gibt sich das Dorf urwüchsig

Aiguines, im Hintergrund der Verdon

Der Aufstieg zur kleinen Kapelle oberhalb des Dorfes lohnt, weil sich von hier ein schöner Ausblick über Dorf und See bietet. Ganz im Gegensatz zur Atmosphäre am „Grand Canyon“, der Jahr für Jahr von Millionen von Touristen besucht wird, geben sich die Landschaft und die kleine steinige Aussichtsplattform vor der Kapelle hier friedlich, fast schon verschlafen. Wer abschalten will und Ruhe sucht, der ist hier oben genau richtig.

Das beste Licht dazu ist am Vormittag, gegen Abend liegt der See leider im Gegenlicht. Dann geht einem aber leider auch das warme Abendlicht und die angenehm ruhige Stimmung im Dorf verloren. Ob es nun provenzalischer Humor, oder einfach nur ein Witzbold war, sei dahingestellt. Jedenfalls ist die Tür mit Hammer und Sichel, dem löchrigen Topf und dem Schild “Commune d´Europe” gelungen. Vom Dorf aus führt die Strasse weiter zur Rive Gauche der Verdonschluchten, die man unbedingt gesehen haben sollte.

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