Cagnes-sur-Mer – Ein Sommertraum mit künstlerischem Anspruch

Was macht Urlaub in der Provence so besonders schön und erstrebenswert? Das milde Mittelmeerklima natürlich, die wunderschöne Landschaft, das gute Essen und das einzigartige Licht. All das bietet Cagnes-sur-Mer.

Cagnes-sur-Mer

Was heute gilt, das galt auch in vergangenen Jahrzehnten schon und so ist es kein Wunder, dass die Provence mit ihren kleinen geschichtsträchtigen Orten immer auch das Ziel von Künstlern und später auch von Kunstliebhabern gewesen ist. Ganz besonders trifft das auf Cagnes-sur-Mer zu. Die kleine Stadt ganz in der Nähe von Nizza, die inzwischen fast so etwas wie ein Vorort der mondänen großen Schwester an der Côte d’Azur geworden ist, beherbergt das letzte Wohnhaus des weltberühmten impressionistischen Malers Auguste Renoir. Das ist allerdings nicht der einzige Grund, warum Cagnes-sur-Mer eine unbedingte Urlaubsempfehlung ist. Sei es als Basis für einen Provenceurlaub oder aber als Ausflugsziel, wenn man seine Zelte woanders aufgeschlagen hat – so oder so sollte Cagnes-sur-Mer ein Muss für jeden Provencebesucher sein.

Sommer, Sonne, Strand auf provenzalisch

Die Lage von Cagnes-sur-Mer ist in jeder Beziehung ideal. Man erreicht den Ort sowohl bequem über die Autobahn (A 8) als auch mit dem Flugzeug. Der Flughafen von Nizza ist wirklich nur einen Steinwurf entfernt. Einmal angekommen, hat man von der Stadt aus nicht nur einen direkten Zugang zum Mittelmeer, sondern auch ins Hinterland mit vielen lohnenden und gut zu erreichenden Ausflugszielen. Cannes und St. Tropez, die Parfümstadt Grasse sowie die beiden großen Nationalparks der Region mögen dafür als hochkarätige Beispiel genügen. Doch warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah ist? Auf geht es also zu einer kleinen Entdeckungstour durch Cagnes-sur-Mer.

Wenn die ersten Urlaubstage ganz der Entspannung und Erholung vorbehalten bleiben sollen, dann sollte man sie in Le Cros de Cagnes verbringen. So heißt der Stadtteil, der direkt am Meer liegt und alles hat, was zu einem gelungenen Sommerurlaub gehört: einen Strand, hübsche Strandbars, diverse Wassersportmöglichkeiten und einen Hafen mit vielen malerischen Fischerbooten. Wer Cagnes-sur-Mer bereits kennt, aber seit einigen Jahren nicht dort gewesen ist, der wird hier beim nächsten Besuch eine Überraschung erleben. Am Hafen ist eine neue Uferpromenade entstanden, die bei Dunkelheit illuminiert wird und dann zu einem besonders stimmungsvollen Bummel einlädt.

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Die Grimaldis lassen grüßen

Cagnes-sur-Mer - Le Haut de Cagnes

Eine ganz andere Atmosphäre erwartet den Gast in Le Haut de Cagnes; jenem Stadtteil, der etwas oberhalb des eigentlichen Zentrums liegt. Enge, verwinkelte Gassen bestimmen hier das Bild. Auf dem höchsten Punkt schließlich thront das Schloss Grimaldi, von dessem großzügigen Schlossplatz aus man einen wunderbaren Blick hinüber zu den Seealpen hat. Wer sich ein wenig im europäischen Adel auskennt, der stellt natürlich sofort die Verbindung zur monegassischen Fürstenfamilie her. Und tatsächlich war es ein Vorfahr der heutigen Regenten in Monaco, der um das Jahr 1300 herum den Auftrag zum Bau des Schlosses gegeben hat. Zunächst diente der Bau allerdings nur dazu, das Nahen potenzieller Feinde zu beobachten und sich gegebenenfalls zu von dort aus zu verteidigen. Erst rund 300 Jahre später, in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, wurde die Burg zu einem bewohnbaren Schlosspalast umgebaut. Das prächtige Gebäude mit seinen barock ausgeschmückten Sälen hat die Französische Revolution fast unbeschadet überstanden und befindet sich heute im Besitz der Stadt. Die hat es in der Folge natürlich neuen Zwecken zugeführt und ein Museum mit mehreren Themenschwerpunkten darin eingerichtet. Besucher des Schlosses erwarten nun Exponate rund um die Geschichte des Olivenbaums sowie um den Anbau und die Verarbeitung seiner Früchte. Im Schloss sind darüber hinaus auch Bilder zu sehen, die aus der Sammlung der Chansonsängerin Suzy Solidor stammen.

Kunst auf allerhöchstem Niveau

Apropos Bilder, apropos Gemälde. Da kann Cagnes-sur-Mer mit einem Künstler aufwarten, dessen Werke überall auf der Welt zu den Glanzpunkten eines jeden Museums zählen. Die Rede ist vom Impressionisten Pierre-Auguste Renoir, von dem meist nur als Auguste Renoir die Rede ist. Er wurde mit zunehmendem Alter immer mehr von einer Arthritis geplagt und musste sich mehrfach in Kur begeben. Dabei stellte er fest, dass ihm das milde Mittelmeerklima guttat und begann, sich nach einem neuen Wohnsitz umzusehen. Den fand er in der Villa „Les Collettes“, die, von wundervollen Gärten umgeben, in Cagnes-sur-Mer liegt. Dort verbrachte er die letzten zwölf Jahre seines Lebens. Er malte bis zu seinem Tod im Jahr 1919, obwohl er zuletzt im Rollstuhl saß und nicht einmal mehr den Pinsel halten konnte. Er ließ ihn sich an den Arm binden. Heute ist der prachtvolle Besitz ein Renoir-Museum, in dem neben persönlichen Gegenständen auch 14 seiner Gemälde zu sehen sind.

Die Leichtigkeit des Seins

Nichts gegen Geschichte und die bildenden Künste, aber im Urlaub muss natürlich auch Platz für das reine Vergnügen sein. Man wäre nicht an der Côte d’Azur, wenn dazu nicht auch ein Besuch im Spielcasino gehören würde. Das „Casino Terrazur“ in Cagnes-sur-Mer lädt stilvoll zum entsprechenden Nervenkitzel ein. Ebenfalls nicht alltäglich ist die Möglichkeit, sich auf der Pferderennbahn der Stadt zu amüsieren. Vorausgesetzt natürlich, man hat auf das richtige Pferd gesetzt.

Cagnes-sur-Mer auf einen Blick

  • verkehrsgünstige Lage an der Autobahn A 8 und nahe dem internationalen Flughafen von Nizza
  • Strand mit eindrucksvoller Promenade, vielen Wassersportangeboten und Fischerhafen und hübschem Hafen
  • Schloss Grimaldi mit Olivenbaum-Museum
  • Villa „Les Collettes“ war einst im Besitz von Auguste renoir und birgt heute ein Museum zu Ehren des Künstlers
  • Casino „Terrazur“ lädt zum Roulette
  • Pferderennbahn