Mont Ventoux – Faszination für den Radsport

Er ist schon fast so etwas wie ein Wahrzeichen der Provence – der Mont Ventoux. Mit seinem weißlich kahlen, weithin sichtbaren Gipfel vermittelt er selbst an heißen Sommertagen den Eindruck, als würde dort oben Schnee liegen. Überhaupt ist dieser Gigant der Provence einzigartig. Auf seinem Gipfel gedeihen Pflanzen, die sonst nur im subpolaren Klima zu finden sind. Außerdem kann es dort selbst im Sommer recht kühl sein – als Faustregel gilt etwa, dass es “oben” ca. 10°C kälter ist als “unten”.

Auf dem Gipfel selbst strecken zahlreiche Sendestationen ihre Antennen zum Himmel, fast so also ob der Berg ihnen noch immer nicht hoch genug sei. Bei klarem Wetter bietet sich vom Gipfel ein atemberaubender Ausblick auf die Region. Es wird behauptet, dass man bei sehr klarem Wetter sogar die Pyrenäen sehen kann. Der nebenstehende Kilometerstein trügt etwas, denn er steht nicht direkt auf dem Gipfel. Tatsächlich steht man auf dem Gipfel 1909 m über dem Meeresspiegel. Scharen von Radfahrern erklimmen an schönen Tagen den Gipfel. Schließlich führt ja die Tour de France häufig auf diesen wundervollen Berg.

Ausblick

Es gibt zwei Straßen, die zum Gipfel führen. Die erste führt von Sault noch oben, die andere von Malaucène. Wir sind die zweite Strecke gefahren, von Carpentras kommend bis Malaucène. Dort ist der Weg zum Gipfel bereits gut ausgeschildert. Unterwegs bieten sich immer wieder zahlreiche herrliche Panoramen, auch wenn der eigentliche Gipfel erst recht spät erkennbar wird. Erstaunlich schien uns auch, wie die Vegetation fast wie abgeschnitten endete. Auf dem Weg nach oben sollten Sie sich nicht von einsamen Rennrad-Fahrern irritieren lassen. Der Mont Ventoux ist seit langem immer wieder Bestandteil der Tour de France und damit auch bei Hobby-Rennradlern sehr beliebt.

Falls Sie auf dem Gipfel einen Streifzug zu Fuß unternehmen wollen, sind feste Wanderschuhe hilfreich, da das lose Geröll oft nur wenig Halt bietet. Auf dem Rückweg laden Picknickplätze zum Verweilen ein. Wenn Sie jetzt noch nicht genug haben, können Sie ja noch nach Vaison la Romaine fahren und in dem sehr sehenswerten alten Dorfkern den vielen Malern über die Schulter schauen.