Porquerolles – Die Inselgruppe vor Hyéres

Möwe

Die Inselgruppe vor Hyéres ist im Michelin-Reiseführer nicht umsonst mit 3 Sternen gekennzeichnet. Die größte der Inseln ist Porquerolles. Es liegt in der Natur einer Insel, dass man sie eben nur mit einer Fähre erreichen kann. Die kürzeste Fährverbindung geht von der Halbinsel Giens vor Hyéres zur Insel. Die Fähre legt direkt neben der alten Festung La Tour Fondue ab. Leider ist die Überfahrt (mit Rückfahrt) nicht ganz preiswert. 2004 kostete sie für einen Erwachsenen 15 Euro, für ein Kind (bis 10) immerhin auch noch 13,50 Euro. Ein Familienausflug kann also recht teuer werden. Dafür geht´s dann aber mit der Fähre auch in rasantem Tempo zur Insel. Auf der Insel selbst liegt das von chronischem Wassermangel geplagte Dorf Porquerolles, mit einem schönen Hafenpanorama und einer Festung. Der Aufstieg zur Festung ist nicht weit und lohnt sich vor allem wegen der schönen Aussicht.

Es bietet sich an, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. Dabei ist es aber günstiger eines zu mieten, als das eigene mitzunehmen. Oder ist der Preis auf der Fähre für ein Fahrrad nur zufällig höher als die Tagesmiete? Bevor Sie mieten, sollten Sie sich die Fahrräder erst einmal ansehen. Andernfalls bekommen Sie unter Umständen einen echten Drahtesel. Zu Fuss, aber auch mit dem Rad kann man zum Leuchtturm gehen, oder einen der schönen Strände aufsuchen.

Das Wasser schien uns jedoch deutlich kälter als an der Küste selbst. Den Schnorchel kann man wohl mitnehmen, aber am Plage d´argent, den wir belegt hatten, lohnte es sich nicht wirklich. Dafür bot er ein schönes Ambiente. Bekannt ist wie schon erwähnt, der chronische Wassermangel der Insel. Nehmen Sie sicherheitshalber Wasser zum Trinken mit und hoffen Sie eher nicht darauf, die Wasserflaschen an einem öffentlichen Hahn füllen zu können. “Überrannt” war Porquerolles bei unserem letzten Besuch nicht, das mag am Preis der Überfahrt, aber auch an der erst beginnenden Saison gelegen haben.