Alpilles – Ein Naturpark, in dem Trauben und Oliven gedeihen

Fast hört es sich nach einer Verniedlichung der Alpen an. Und tatsächlich, die „Alpillen“ oder „Alpilles“ auf Französisch, sind eine kleine und vergleichsweise niedrige Gebirgskette.

Die Berge sind aus weiß schimmerndem Kalkstein und befinden sich in einer der schönsten Urlaubsregionen Europas. Zwischen Avignon, Cavaillon und Arles gelegen, ziehen sich die Alpillen durch zentrale Regionen der Provence und stellen ein ideales Areal für Wanderungen oder Touren mit dem Mountainbike dar. Große Teile der Alpillen stehen seit Anfang 2007 unter Naturschutz und gehören nun zum Nationalpark Alpilles.

Zahlen, Daten, Fakten

Alpilles

Okay, sie sind nicht der Grand Canyon. Aber mit einer Länge von rund 30 Kilometern und einer Breitenausdehnung von Nord nach Süd von zehn Kilometern sind die Alpillen ein Höhenzug, in dem sich schon ganz ordentlich Sport treiben lässt. Die Höhenlagen erreichen bis zu 500 Meter, der höchste Gipfel, der „Tour des Opies“ bringt es auf exakte 498 Meter. Schon aus der Ferne sind die Alpillen ein wunderbarer Anblick. Das helle Gestein und die zerklüftete Struktur der Berge vermitteln eine ungemeine Dramatik. Das steigert sich noch, wenn der ohnehin meist blaue Himmel der Provence vom Mistral glasklar gepustet wird. Dann zeigen sich die Alpillen von ihrer allerbesten Seite.

Flüssiges Gold als Urlaubssouvenir

Während sich die Berge selbst eher kahl, zerklüftet und nur mit besonders zähen Pflanzen bewachsen präsentieren, ist ihre Südseite ein wahres Paradies für Feinschmecker. Dort stehen Tausende und Abertausende von Olivenbäumen. Tatsächlich ist die Region beinah das größte Anbaugebiet, dass die Franzosen für Oliven haben. Fans dieses flüssigen Goldes pilgern regelmäßig zu den Ölmühlen etwa von Vallée des Baux oder Maussane les Alpilles. Ihre Öle genießen international einen hervorragenden Ruf. Sie eignen sich ganz gewiss als edles Mitbringsel aus dem Provence-Urlaub!

Doch nicht nur die Oliven lassen Gourmets in den Alpillen dahinschmelzen. Auch die Weine, die hier angebaut werden, überzeugen mit ihrer herausragenden Qualität. Es sind vor allem Traubensorten für Rotweine, die auf dem eigenwilligen Boden gedeihen. Aber auch Roséweine von den Alpillen haben sich mittlerweile einen Namen gemacht, weit über die Region hinaus einen guten Klang hat.

Erholung für Mensch und die Natur selbst

Alpilles

Die Alpillen sind ein Lebensraum, dessen Natur- und Kulturerbe als stark bedroht galt. Nicht zuletzt deshalb entschloss man sich Anfang des Jahrtausends, die Region unter Schutz zu stellen. Im Februar 2007 war es dann schließlich so weit, der Nationalpark Antillen wurde gegründet. Hand in Hand damit ging die Verabschiedung eines 12-Jahres-Plans, um die geschützte Zone wo nötig zu renaturieren, um traditionelle Unternehmen und Handwerker zu fördern und um zu sanftem Tourismus zu ermutigen. Es lohnt sich, diesen Höhenzug und sein Potenzial näher kennenzulernen.