Fontaine-de-Vaucluse – Das beliebte Naturdenkmal

Quelle

Wer die Formulierungen “eines der beliebtesten Naturdenkmäler Frankreichs” im Reiseführer richtig deuten kann, ahnt es schon, Einsamkeit ist hier nicht zu finden. Die scheinbar bodenlose Karstquelle lockt zahlreiche Touristen an. Im Frühjahr strömen unvorstellbare Wassermengen aus der Tiefe hervor, weit über 100m³ pro Sekunde! Wesentlich unspektakulärer geht es da im Sommer zu, denn da zieht sich der Wasserspiegel in eine tiefergelegene kühle Grotte zurück. Nur an den Farbnuancen des Wassers kann man erkennen, wo es in die Tiefe hinabgeht. Bislang weiß wohl keiner genau, wie tief die Quelle ist. Expeditionen mit einem ferngesteuerten U-Boot wurden in 300m Tiefe abgebrochen.

Verlassen Sie die Autobahn A7 an der Abfahrt Cavaillon. Die Fontaine de Vaucluse ist gut ausgeschildert. Die Parkplätze vor Ort sind gebührenpflichtig (Tagessatz 3€). Von dort aus geht es zu Fuß weiter durch den Ort und dann zur Quelle. In einem wahren Spießrutenlauf müssen Sie nun an scheinbar endlosen Reihen von Souvenirläden vorbei um endlich die wundervolle Landschaft genießen zu können. Ein flaschengrüner Fluss (die Sorgue) schlängelt sich rauschend und schäumend durch ein tief in den Fels gegrabenes Bett. Über allem thront eine alte Burgruine. Die Quelle liegt vor einer imposanten Steilwand, an deren karge Felsen sich kleine Bäumchen klammern.

Burgruine

Im Frühjahr steht das Wasser so hoch, dass die Geröllstrecke, die von der Quelle abwärts führt von den Wassermassen überspült wird. Im trockenen Sommer hingegen müssen Sie schon hinabsteigen um dann einen Wasserspiegel zu sehen, der nur dann ein paar Wellen zeigt, wenn Besucher einen Stein hineinwerfen. Die kühle und dunkle Grotte mutet fast unheimlich an. Noch dazu wenn man überlegt, dass man dort unten so ca. 8m tiefer steht, als der Wasserspiegel im Frühjahr. Zahlreiche Wasserräder, ein Museum und eine Papiermühle können im Ort besichtigt werden.