Peillon – das beeindruckende Bergdorf

Tief im Hinterland von Nizza liegt das Bergdorf Peillon. Mit seiner beeindruckenden Lage auf dem Gipfel eines Berges stand es wohl Pate, als der Begriff des Adlernestes geprägt wurde. Wir haben das Dorf nahezu touristenfrei, als einen Pol der Ruhe empfunden. Endlich mal ein Ort, wo sich nicht die typischen Souvenirläden aneinanderreihen, dafür aber ein verwinkeltes Gewirr von Gassen, Stiegen und Durchgängen. Allerdings muss man das Dorf erst einmal finden!

Man verlässt die Escota in Nizza an der Ausfahrt 55. Von dort aus folgt man den Wegweisern in Richtung “Sospel vers le Cols”. Nach einiger Zeit ist Peillon dann ausgeschildert. Kurz danach kann man das Dorf sehen – es liegt hoch über den Baumwipfeln und es drängt sich die Frage auf -Wie kommt man dort hoch? Eine serpentinenreiche Straße schraubt sich langsam in die Höhe (lieber regelmäßig anhalten, die Strasse ist eng!). Unmittelbar vor dem Dorf bietet sich das klassische Peillon-Motiv. Ein paar hundert Meter kann man das Auto auf einem platanenbestandenen Parkplatz (kostenfrei) abstellen und das Dorf zu Fuss erkunden.

Urwüchsig und wild präsentiert sich Peillon, enge Gassen, die sich bei dem typisch provenzalischen Platzregen wohl in Flüsse verwandeln, durchziehen das Dorf. In vielen Nischen stehen große bauchige Gefäße, die wohl zum Auffangen von Regenwasser gedacht waren und heute teilweise bepflanzt sind. Aber außer in Blumenkästen und Kübeln wächst so gut wie nichts auf dem felsigen Grund. Wir haben (wider Erwarten) keinen Aussichtspunkt auf das Tal vor Peillon gefunden. Vom Fels neben der Kirche (dem höchsten Punkt des Dorfes) bietet sich aber ein schöner Rundblick über das Mercantourmassiv.