Bouc-Bel-Air – Kleinstadt mit Aussicht

Bouc-Bel-Air im Département Bouches-du-Rhone hat knapp 14.000 Einwohner und darüber hinaus so ziemlich alles, was sich Reisende für einen entspannten Urlaub wünschen.

Bouc-Bel-Air

Die Ferienregion Provence hat ihren Besuchern viel zu bieten. Zu den Highlights der Region gehören neben der Riviera und ihren Küstenorten vor allem auch Marseille und die traditionsreiche Stadt Aix-en-Provence. Nichts davon sollte man bei einem Urlaub in der Provence verpassen. Aber muss man auch gleich mitten im Getümmel wohnen? Oder gibt es vielleicht kleinere Ortschaften, die einerseits Ruhe und Komfort bieten, andererseits aber auch ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge sind? Die gibt es allerdings und eine davon ist Bouc-Bel-Air. Dieses Städtchen im Département Bouches-du-Rhone hat knapp 14.000 Einwohner und so ziemlich alles, was sich Reisende für einen entspannten Urlaub wünschen. Das Angebot an Unterkünften reicht von Ferienhäusern über Hotels bis hin zu Campingplätzen. Für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel dürfte also etwas dabei sein. Und die passende Unterkunft ist natürlich nur der Anfang eines wunderbaren Urlaubs!

Ein kleiner Blick zurück

In Bouc-Bel-Air ist es schön. Das dachten sich die ersten Bewohner schon vor rund 6000 Jahren. Selbst in der Provence, deren Dörfer und Städte tief in der Geschichte verwurzelt sind, ist das eine erstaunlich lange Zeit. Das vergleichsweise kleine Zeitfenster der letzten Jahrhunderte brachte dabei die größten Veränderungen mit sich. Nachdem Bouc, wie Bouc-Bel-Air damals noch schlicht hieß, im 16. Jahhrundert auch einer der Schauplätze des Hugenottenkrieges gewesen war, ging es langsam, aber stetig bergauf. Friedlichere Zeiten brachten eine Blüte, bedingt vor allem durch erfolgreichen Handel und Handwerk. Im Jahre 1767 bewies ein reicher Adeliger Geschmack und kaufte den gesamten Ort. Jean-Baptiste d’Albertas war es, der die prächtigen Gärten bauen ließ, die nach ihm benannt und bis heute eine der großen Sehenswürdigkeiten der Stadt sind. Im Lauf der französischen Revolution wurde die Familie vertrieben, die Nachfahren sind später jedoch zurückgekehrt. Noch größere Probleme brachte freilich eine andere Umwälzung mit sich.

Im Laufe der industriellen Revolution zog es die Landbevölkerung in Scharen in die Städte, die Einwohnerzahl von Bouc sank auf ganze 800. Der Ort verfiel – beinahe – in die Bedeutungslosigkeit. Bis in die Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts hinein gab es keine gepflasterte Straße, die in das Zentrum führte. Das hat sich inzwischen alles gewandelt und kein Tourist muss heute auf irgendeine Annehmlichkeit der neuen Zeit verzichten. Einen gewissen ländlichen Charme und einen ausgeprägten Sinn für Ruhe hat Bouc-Bel-Air sich aber bewahren können.

Provenzalische Lebensart pur

Bouc-Bel-Air

Bouc-Bel-Air ist ein idealer Standort für alle, die in den schönsten Wochen des Jahres die provenzalische Lebensart genießen wollen. Was diese Lebensart genau ausmacht? Die Liebe zu der schönen Landschaft zum Beispiel, die in Bouc-Bel-Air sowohl die Nähe zum Mittelmeer als auch sanfte Hügel und Wälder umfasst. Aber auch die Tatsache, dass man sich Zeit lässt für alles, was das Leben ausmacht. Für gutes Essen und Trinken etwa, für inspirierende Einkäufe, für einen gemütlichen Schwatz, fürs Zeitunglesen oder auch nur dafür, die Zeit vergehen zu lassen und das Leben zu beobachten. All das lässt sich bestens in den kleinen Gassen und auf den schattigen Plätzen von Bouc-Bel-Air erledigen. Für Selbstversorger gibt es hervorragende Fleischer, Fischgeschäfte, Bäckereien und Läden mit Gemüse, Obst und Kräutern. Alle, die sich im Urlaub lieber bekochen lassen, können zwischen diversen Bars, Cafés, Bistros und kleinen Restaurants wählen. Es wird aber auch überall gern nur ein Café au lait oder ein Glas Wein von einem lokalen Winzer serviert. Apropos. Wein und Weinbau werden in der Provence groß geschrieben und sind ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Besichtigung eines Weinguts mit einer Weinprobe gehört also unbedingt zu einem Aufenthalt in der Provence dazu. Übrigens, Weine aus der Region sind auch tolle Mitbringsel für die Daheimgebliebenen oder die Nachbarin, die nach den Blumen sieht. Das gilt übrigens auch für getrocknete Kräuter, für die typischen Baumwollstoffe der Provence, für Öle und Seifen.

Willkommen beim Adel

Das „Pflichtprogramm“ in Bouc-Bel-Air selbst sieht auf jeden Fall einen Besuch der Albertas-Gärten vor. „Jardins d’Albertas“ lautet der offizielle Name der Anlage, die im 18. Jahrhundert entstand. In einer makellos gepflegten Umgebung blühen hier sowohl seltene als auch typisch provenzalische Pflanzen. Der Duft von Lavendel ist im Sommer ein ständiger Begleiter auf den Entdeckungstouren durch die Gärten. Wasserspiele, Formschnitte, Skulpturen – alles, was zu einem historischen französischen Garten dazugehört, ist hier in Hülle und Fülle vorhanden. Zu der Anlage gehören auch geschichtsträchtige Gebäude, die die Einheimischen gern für große Feste wie etwa Hochzeiten mieten. Aber keine Sorge, Besucher müssen nicht gleich heiraten, um hier Erfrischungen oder einen Snack zu sich nehmen zu dürfen.

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