Viadukt von Millau – die längste Schrägseilbrücke

Aussichtspunkt

Einen echten Superlativ findet man ein Stückchen im Hinterland. Das Viadukt ist mit 2460 m die längste Schrägseilbrücke der Welt und besitzt eine maximale Pfeilerhöhe von 343 m. Das Viadukt von Millau gilt zur Zeit auch als höchste Brücke der Welt – sie überspannt das Tal des Tarn. Allein die Höhe der Fahrbahn ist mit ca. 270 m über dem Tarntal bereits atemberaubend. Hinzu kommen die ca. 98 m hohen Pylone der Brücke, so dass sich eine Gesamthöhe von knapp 370 m ergibt. Fährt man auf der Autobahn über den Viadukt, erschließt sich dessen Höhe kaum, weil der Sichtschutz an den Seiten relativ hoch ist (was wohl auch sehr sinnvoll ist, um abgelenkte Fahrer zu vermeiden). Fährt man in Richtung Clermont-Ferrand, dann folgt nach dem Viadukt ein Rastplatz. Von dort aus kann man zu Fuß zu einem Aussichtspunkt gehen, von dem aus sich die gesamte Größe der Brücke erschließt. Außerdem hat man von dort einen herrlichen Ausblick in die umliegende Landschaft, einschließlich Millau.

Die ganze Wiese um den Aussichtspunkt herum wimmelt von Grashüpfern, Heuschrecken und schönen Schmetterlingen. Geht man etwas vom Weg ab, springt und hüpft alles vor einem davon. Der Rastplatz ist sicher ein guter Punkt, wenn man auf der Durchreise ist. Wer allerdings etwas mehr Zeit mitbringt, sollte sich den Viadukt von “unten” ansehen, weil man nur dort die wirkliche Höhe erahnt. Vom Ort Millau aus ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, die Brücke in ganzer Länge (ca. 3 km) zu sehen. Es gibt auch am Fuße des Viaduktes noch ein Informationszentrum, von dort aus bietet sich ein überwältigender Blick auf die tatsächliche Höhe der Brücke! Im Gegensatz zum sonstigen Autobahnabschnitt ist die Brücke mautpflichtig. In den Sommermonaten kostet die einfache Überfahrt 7 – 8 €. Clevererweise liegt der Rastplatz mit dem Aussichtspunkt in der mautpflichtigen Zone.

Die Sicherheit wurde bei dem Bau dieses Giganten besonders berücksichtigt. Die Leitplanken am Brückenrand halten der Kraft von LKW stand, Windfänger von 3m Höhe schützen die Fahrzeuge bei Sturm. Seitenstreifen und eine durchgehende Beleuchtung gewährleisten eine sichere und komfortable Nutzung rund um die Uhr. Alle 400 m befinden sich Notrufsäulen um im Falle eines Umfalls schnell Hilfe rufen zu können.