Aven d’Orgnac – eine der schönsten Höhlen

Aven d'Orgnac

Tief im Hinterland, ganz in der Nähe der Ardêcheschluchten liegt eine der schönsten Höhlen Frankreichs – Orgnac l´Aven. Verlassen Sie die Autobahn Lyon-Avignon an der Abfahrt Bollène. Überqueren Sie die Rhône und fahren Sie nach Pont St. Esprit. Halten Sie sich auf der N86 in nördlicher Richtung (Richtung Bourg St.Andéol). Nach ein paar Kilometern ist die Höhle dann auch ausgeschildert, wenngleich es dann noch ca. 25 km sind. Unmittelbar vor der Höhle befindet sich ein großer Parkplatz. Nehmen Sie auch an heißen Sommertagen einen dicken Pullover mit in die Höhle. Auch wenn Sie die Kühle zunächst als angenehm empfinden, so kann es doch nach einer Weile empfindlich kalt werden. Stündlich gehen Führungen (Dauer ca. 1 Stunde) durch die Höhle, der Eintritt ist mit 9,20€ für einen Erwachsenen und 5,70€ für Kinder (Sommer 2004) nicht ganz billig, aber aus unserer Sicht jeden Cent wert.

Im Inneren der Höhle erwartet Sie ein Meisterwerk der Natur. Der begehbare Teil der Höhle ist gleichzeitig der kleinste – vor dem Einstieg erhalten Sie auf einem Panoramabild einen Eindruck von der gewaltigen Größe. Manche Bereiche sind nur einer bestimmten Besucherzahl pro Jahr zugänglich, andere Bereiche sind komplett gesperrt. Zunächst geht’s über eine Treppe hinab in die Tiefe. Die Höhle hat auch einen natürlichen Eingang, aber da müssten Sie sich ca. 50m tief abseilen. Die erste Kammer bietet eine traumhafte Vielfalt an Stalagmiten und Stalaktiten. Die Höhlendecke liegt hier bis zu 40 m hoch! Mit etwas Phantasie kann man Märchenschlösser, Blumen und vieles mehr erkennen.

Besonders die Mischung aus einfallendem natürlichen Licht und dem Licht der Scheinwerfer lässt das Innere der Höhle in vielen Farben erstrahlen. Auf dem Bild unten kann man sich die Größenverhältnissse der Höhle gut vorstellen, wenn man erst einmal die Bergsteigerpuppe (Lebensgröße) gefunden hat, die sich gerade in die Höhle abseilt. Über Treppen geht es dann weiter in die Tiefe. Vorbei geht’s an riesengroßen Stalagmiten und tropfenden Wänden. In der unteren Kammer, die man von einer Art Aussichtsbalkon genießen kann, erwartet Sie ein stimmungsvolles Schauspiel aus Musik und Beleuchtung. Mit einem Aufzug geht’s dann wieder nach oben.