Abtei Montmajour – eine wechselvolle Geschichte

Die Abtei Montmajour hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Auch das wehrhafte Äußere konnte eine Zerstörung nicht verhindern. Glaubt man dem Reiseführer, so war diese Abtei wohl nicht immer ein Ort strenger Frömmigkeit. Nach der Schließung der Abtei wechselten die Besitzer häufig – jeweils mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Bis zuletzt die nahegelegene Stadt Arles die Abtei erwarb und nach und nach für den Besucher zugänglich gemacht hat. Heute erhebt sich die Abtei weithin sichtbar im Osten von Arles. Die wehrhaften Bauten lassen zunächst alles andere als eine Abtei vermuten.

Man betritt die Abtei im Bereich der Krypta und wird dann durch eine schöne gotische Kirche und einen großzügigen Kreuzgang geleitet, in dessen Inneren sich ein Brunnen befindet und (im Sommer) herrlich farbenfroh blühende Rhododrendronbüsche. In seitlichen Räumen befinden sich kleine Ausstellungen. Der Aufstieg auf den Donjon lohnt unbedingt, nicht nur wegen des herrlichen Ausblicks auf die Umgebung. Man hat auch einen guten Überblick über die Abtei in ihrer gesamten Größe. Im Außenbereich gibt es eine kleine Einsiedelei, quasi die Keimzelle der Abtei, die aber leider im Jahre 2007 wegen Bauarbeiten nicht begehbar war.

Zu ihren Glanzzeiten konnten Betuchte ihre Angehörigen in der Nähe der Abtei beisetzen lassen. Das in Fels gehauene Gräberfeld zeugt noch heute davon. Ein Besuch lohnt unbedingt – wenngleich der Aufstieg auf den Donjon für Personen mit Höhenangst nicht unbedingt zu empfehlen ist – vor allem wegen der großzügig angelegten Pechnasen.