Gordes – idyllisches Dorfpanorama

Dass die Provence schöne Städte hat, ist bekannt. Aber auch die Dörfer dieser südfranzösischen Ferienregion sind oft einen Abstecher wert – wenn nicht sogar mehr. Das gilt auch und ganz besonders für Gordes, das nicht weit von Avignon entfernt liegt.

Gordes

Um nach Gordes zu gelangen, fahren Sie zunächst auf der E80 (ESCOTA) in Richtung Avignon. Verlassen Sie die Autobahn an der Abfahrt Cavaillon (Nr. 25) und halten Sie sich ab jetzt in Richtung Apt. Sie kommen dabei durch Coustellet und sollten dort der Beschilderung in Richtung Gordes folgen. Die Straße nach Gordes ist gesäumt von kleinen Steinmauern. Am Ortseingang bietet sich ein wunderschönes Panorama vom Ort. Suchen Sie sich aber lieber erst einen Parkplatz, den bekommen Sie für ca. 3 € pro Tag. Das Künstlerdorf lässt sich prima zu Fuß erkunden, da es aber eben an einem Hügel liegt, müssen Sie schon ein bisschen Schweiß investieren, denn hier im Hinterland, relativ weit entfernt von der Küste mit ihrer oft frischen Brise, ist es nicht selten recht drückend.

Von der Kunst und den Künstlern

Reiseführer machen immer wieder darauf aufmerksam, dass im Schloss des Dorfes eine Ausstellung von Vasarely zu sehen wäre, aber das gehört der Vergangenheit an. Während unseres Besuches war dort eine Ausstellung des Künstlers Pol Mara. Überhaupt erinnert in dem Ort nicht mehr viel an den bekannten Künstler, sieht man von einem kleinen Denkmal am Ortseingang ab. Viele Ateliers säumen die steilen Dorfstraßen und laden zum Bummeln ein.

Genau das macht heute den eigentlichen Reiz von Gordes aus. Der mittelalterliche Stadtkern ist in weiten Teilen erhalten. Doch statt einfach nur museal bewundert zu werden, beherbergen die Gebäude modernes, quirliges Leben. In Gordes kann man zum Beispiel sehr gut essen, man kann aber auch mindestens ebenso gut einkaufen. Wer noch kein Souvenir von seiner Reise in die Provence hat, der wird hier mit Sicherheit fündig. Die Künstler, die heute in Gordes ansässig sind, mögen zwar nicht den Weltruf einiger ihrer Vorgänger haben. Anspruchsvolle Bilder und Skulpturen sind hier trotzdem zu haben; auch, wenn man danach unter all den Landschaftsbildern für den eher touristischen Geschmack etwas suchen muss. Das ist aber beileibe nicht abwertend gemeint. Auch die dekorativen Motive der Künstler von Gordes haben durchaus ihre Reize.

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Stille Abtei mit blühendem Lavendel

Gordes

Im Dorf selbst und in unmittelbarer Umgebung gibt es einige sehenswerte Gebäude, etwa die Abtei von Senanque, die man mit etwas Glück genau dann besucht, wenn der Lavendel rings um sie herum in voller Blüte steht. Die Abtei hat einen stillen, magischen Charme, der zum Verweilen einlädt und sehr erholsam ist.

Als kleiner Tipp am Rande angemerkt, dass das schönste Panorama sich mit einem Blick zurück eröffnet, nämlich dann, wenn Sie den Ort in Richtung Roussillon verlassen. Vom Dorf selbst hat man eine herrliche Fernsicht ins Umland.