Waldbrände in der Provence schreckten Touristen ab

Die Côte d’Azur hat es derzeit wahrlich nicht leicht. War es im letzten Jahr das Attentat von Nizza, das die Besucher fernhielt, so sind es dieses Jahr die verheerenden Waldbrände, die Urlauber in Angst und Schrecken versetzten.

Die Côte d’Azur hat es derzeit wahrlich nicht leicht. War es im letzten Jahr das Attentat von Nizza, das die Besucher fernhielt, so sind es dieses Jahr die verheerenden Waldbrände, die Urlauber in Angst und Schrecken versetzten. Es ist was die Brände und auch die Hitze angeht, das schlimmste Jahr seit 2003.

Und dabei hatte es eigentlich ganz vielversprechend begonnen das Jahr 2017 in der Provence, in der die Tourismusindustrie normalerweise 13 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beiträgt. Doch dann gingen die Bilder der zahlreichen Waldbrände im Südosten Frankreichs rund um die Welt und zahlreiche Buchungen für die Saison wurden storniert. Konnte man Anrufer im direkten Gespräch teilweise noch beruhigen, so hatte man bei Online-Buchungen nur wenig Eingriffsmöglichkeiten.

Bis zu 100 Jahre alte Pinien wurden zerstört

Der Verlust von über 10.000 ha Wald hat zudem neben finanziellen auch ökologische Folgen. So fielen nicht nur bis zu 100 Jahre alte Pinien im Nationalpark Port-Cros den Flammen zum Opfer, sondern auch 100 bis 150 Exemplare der bedrohten Hermann-Schildkröte, einer Unterart der griechischen Landschildkröte. Nun im Herbst drohen Überschwemmungen, da der verbrannte Boden Regenwasser nur schlecht aufnehmen kann.

6. September 2017