In der Provence wird Mieten günstiger

In der imposanten Hafenstadt Menton waren die Mieten im vergangenen Jahr am teuersten.

Seit 2013 ist in Frankreich – abgesehen von der Metropolregion Paris – ein Absinken der Mietpreise zu beobachten. Ein Phänomen, das sich auch in der Provence zeigt. Dort prognostizieren Experten für das Jahr 2016 weiter fallende Mieten.

Frankreichweit sollen die Mietpreise in den nächsten zehn Jahren sogar um rund 13 Prozent günstiger werden, so die Immobilienexperten von Century 21. An sich ist die Provence nicht die günstigste Gegend, um Wohnungen zu mieten. Nach wie vor sind die Mieten überdurchschnittlich hoch und werden umso höher, umso näher man der italienischen Grenze und der Mittelmeerküste kommt. Daneben fällt auch ein Preisgefälle von Ost nach West auf. Das gilt auch für Ferienhäuser und -wohnungen.

Unterschiede zwischen einzelnen Städten in der Provence

Am günstigsten sind die Mieten in der Region derzeit im Hinterland von Nizza, wo ein Quadratmeter 2015 rund 10,30 Euro kostete. In Grasse war ein Quadratmeterpreis von rund 12,20 Euro die Regel, während man in Nizza im Vorjahr für eine 50-Quadratmeter-Wohnung in der Regel zwischen 647 und 777 Euro im Monat rechnen musste. Am teuersten waren Mietimmobilien in und um Menton. Dort mussten Mieter rund 14,90 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

Tendenz sinkend: Speziell 4-Zimmer-Wohnungen günstiger

Für 90 Prozent der Immobilien in den Alpes-Maritimes (Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen) sind die Mietpreise derzeit rückläufig. In der Metropolregion Nizza sanken die Preise für Drei-Zimmer-Wohnungen laut Century21 um 1,8 Prozent (13,85 €/m2 im Durchschnitt), während Vier-Zimmer-Wohnungen im Vergleich zum Jahr 2014 sogar um durchschnittlich 3,5 Prozent günstiger wurden. Hier mussten Mieter 2014 noch mit durchschnittlich 917 Euro im Monat rechnen.

Mietpreiserhöhungen waren dagegen bei Wohnungen mit mindestens fünf Zimmern, Häusern und Einzimmerwohnungen zu beobachten. So stiegen die Preise für Studio-Apartments in der Region beispielsweise um 1,8 Prozent.

12. März 2016