Tote bei Unwettern an der Côte d’Azur

Nach heftigen Unwettern an der Côte d'Azur sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Ministerpräsident Manuel Valls zeigte sich tief betroffen.

Nach heftigen Unwettern an der Côte d’Azur sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Ministerpräsident Manuel Valls zeigte sich tief betroffen.

Heftige Unwetter am haben Samstagabend an der Côte d’Azur für einige Katastrophen gesorgt. Mindestens zwölf Tote konnte Ministerpräsident Manuel Valls bestätigen, der den Angehörigen der Opfer via Twitter seine Unterstützung zusagte. Allein im Ort Mandelieu-La Napoule starben nach Behördenangaben fünf Menschen. Sie kamen uns Leben, als sie ihre Autos in Sicherheit bringen wollten. In Vallauris Golfe-Juan bei Cannes wurden drei Menschen tot in einem Auto aufgefunden, nachdem sie versuchten, einen überfluteten Tunnel zu passieren. Zuvor ertranken bereits drei Menschen durch eine Hochwasserwelle, die Biot nahe Antibes überschwemmte. Eine Frau starb auf einem Parkplatz in Cannes.

Mehr als 500 Rettungskräfte waren im Einsatz

Auslöser der Überschwemmungen waren extreme Unwetter am Samstagabend. Dabei wurde das Gebiet rund um Antibes überschwemmt, weil der Fluss Brague über die Ufer trat. Da zwei Campingplätze unter Wasser standen, wurden die Urlauber per Hubschrauber von den Dächern ihrer Wohnwagen geborgen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel waren lahm gelegt. Hunderte Reisende saßen nach Angaben eines Bahnsprechers in Toulon, Nizza und Cannes fest. Auch am Flughafen von Nizza warteten mehr als 500 Fluggäste. Sogar Nizzas berühmte Promenade des Anglais stand unter Wasser. Einige Autos wurden ins Meer gespült und sogar ein Fußballspiel der französischen Ligue 1 musste abgebrochen werden.

Da Schlammlawinen und umgestürzte Bäume vielerorts dafür sorgten, dass die Unglücksorte schwer erreichbar waren, könnte die Opferzahl noch steigen. Derzeit ist von 10 bis 15 Toten die Rede. Mehrere Menschen werden weiterhin vermisst, teilten die Behörden des Départements Alpes-Maritimes mit. Notunterkünfte wurden eingerichtet. Sogar 35.000 Haushalte waren ohne Strom. Für den heutigen Sonntag prognostiziert der Wetterdienst Météo-France eine leichte Besserung des Wetters. Frankreichs Präsident Francois Hollande und Innenminister Bernard Cazeneuve besuchen heute das Unwettergebiet. Lauf Präfektur waren mehr als 500 Rettungskräfte im Einsatz.

4. Oktober 2015