Terror in Paris: Frankreich ist erschüttert

Bei mehreren Terroranschlägen in der französischen Hauptstadt Paris kamen am gestrigen Freitag schätzungsweise mehr als 130 Menschen ums Leben. Frankreich ist erschüttert.

Bei mehreren Terroranschlägen in der französischen Hauptstadt Paris kamen am gestrigen Freitag schätzungsweise mehr als 130 Menschen ums Leben. Frankreich ist erschüttert.

Bei den Terroranschlägen in Paris am gestrigen Freitag sind schätzungsweise mehr als 130 Menschen ums Leben gekommen. Fast 200 Menschen sind verletzt worden. In ganz Frankreich wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht. Auch in der Provence-Metropole Marseille zeigt die Polizei deutlich mehr Präsenz. Die schlimmste Terrorserie Europas seit mehr als zehn Jahren nimmt das Land mit. Staatspräsident Hollande hat den Ausnahmezustand verhängt.

An verschiedenen Orten der französischen Hauptstadt schossen die Attentäter um sich und zündeten mehrere Bomben. Allein bei einer Geiselnahme in der Konzerthalle „Bataclan“ starben mindestens 80 Menschen. Die Menschen in Paris erlebten den Tag, wie die „Le Figaro“ titelte, als einen „Krieg mitten in Paris“. Bereits vor zehn Monaten wurde die Hauptstadt von einem terroristischen Anschlag erschüttert, als Terroristen in die Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ und einen jüdischen Supermarkt stürmten.

Hollande lässt Grenzkontrollen wieder aufnehmen

Inzwischen bekannte sich die Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu der Anschlagsserie. Noch während der Anschläge wandte sich der französische Präsident François Hollande an sein Volk. In einer Rede stärkte er seinem Land den Rücken und machte darauf aufmerksam, dass dem Entsetzen eine Nation gegenüber steht, „die einmal mehr wissen wird, wie sie die Terroristen besiegen wird.“ Das Militär wurde verstärkt, die Krankenhäuser der Stadt wurden in den Ausnahmezustand versetzt. Die Behörden empfahlen den Bürgern, ihre Häuser nicht zu verlassen. Auch beschloss die Regierung, die Grenzkontrollen wieder aufzunehmen.


Viele Provence-Freunde erinnern sich in diesen Tagen an die Terroranschläge in Marseille. Als im Dezember 1983 eine Bombe im Bahnhof Saint Charles explodiert, sterben zwei Menschen und 34 werden verletzt. Wenige Minuten zuvor starben bei einer Bombenexplosion in einem Hochgeschwindigkeitszug auf der Strecke Marseille-Paris drei Menschen. Zu den Anschlägen bekannte sich damals eine arabische Gruppierung mit Verbindungen zu dem auch Carlos genannten Terroristen Ilich Ramírez Sánchez.

Wir lieben Frankreich

Was für die Provence und die Côte d’Azur gilt, ist auch für Paris passend. Wir alle besuchen diese Regionen, weil wir sie lieben. Wir lieben die Eleganz, die Schönheit des Landes, wir interessieren uns für seine Sehenswürdigkeiten und für seine Kultur. Wir alle erinnern uns an schöne Stunden auf dem Eiffelturm, am alten Hafen von Marseille oder an der schönen Promenade von Nizza. Und niemand, wirklich niemand wird uns die Lust daran nehmen, die Provence, die Côte d’Azur, oder – ganz allgemein gesprochen – unser Lieblingsland Frankreich zu besuchen. Also, gehen wir mit Hollande und glauben daran, dass Frankreich eine Nation ist, „die einmal mehr wissen wird, wie sie die Terroristen besiegen wird.“

14. November 2015