Mehrere Tote bei neuen Unwettern in Südfrankreich

Erneut sorgten Überschwemmungen am vergangenen Wochenende für tödliche Unglücke in Südfrankreich. An drei verschiedenen Orten starben fünf Menschen, als ihre Fahrzeuge von Wassermassen fortgerissen wurden.

Erneut sorgten Überschwemmungen am vergangenen Wochenende für tödliche Unglücke in Südfrankreich. An drei verschiedenen Orten starben fünf Menschen, als ihre Fahrzeuge von Wassermassen fortgerissen wurden.

Auf einer überschwemmten Brücke in den südfranzösischen Cevennen ereignete sich das erste Unglück. Das Auto einer vierköpfigen Familie wurde von den Fluten erfasst und stürzte in den Fluss. Während Augenzeugen und Einsatzkräfte den Vater retteten, starb die Mutter zusammen mit ihren beiden ein- und vierjährigen Kindern. Ein paar Kilometer davon entfernt wurde ein weiteres Auto von einem über die Ufer getretenen Fluss mitgerissen, wobei ein 50-jähriger Mann ums Leben kam. Der dritte Unfall ereignete sich im Département Lozère, wo am Samstag ein Rentner tot in seinem Wagen entdeckt wurde. Der Rentner war von einer überfluteten Gebirgsstraße abgekommen.

Seit Wochen herrschen kräftige Unwetter

In mehreren Départements, das sind Gebietskörperschaften in Frankreich, wurde die Alarmstufe Orange ausgerufen. Einige Gebiete beließen es bei der Alarmstufe Gelb. Tagelanger Regen hat die Straßen in der Provence zu reißenden Flüssen gemacht. Frankreichs Süden ist in den vergangenen Monaten immer wieder von schweren Unwettern heimgesucht worden. Bereits Ende September kamen fünf Menschen bei Überschwemmungen um. Auch Gebäude und Einrichtungen, wie zum Beispiel das Stadion in Montpellier, wurden zerstört. Die kräftigen Unwetter zogen derweil nach Südostfrankreich und Italien weiter.

19. November 2014