Kreuzfahrt nach Südfrankreich: Unvergessliche Häfen und Sehenswürdigkeiten

Während einer Kreuzfahrt haben Reisende die Möglichkeit, die französische art de vivre auf eine ganz besondere Art und Weise zu erleben.

Frankreich bedeutet für den deutschen Urlauber hervorragende Weine, exquisite Küche, kulturhistorische Bauwerke sowie traumhafte Landschaften. Während einer Kreuzfahrt haben Reisende die Möglichkeit, die französische art de vivre auf eine ganz besondere Art und Weise zu erleben.

Weltberühmte Maler aber auch zahlreiche Schriftsteller haben Frankreich als Inspiration genutzt, um bekannte Werke zu kreieren und literarische Klassiker zu verfassen. Als Urlaubsland belegt Frankreich einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD Allensbach) zufolge den zehnten Platz als beliebtestes Urlaubsziel der Deutschen, hinter dem Spitzenreiter der Ostsee, Spanien, Italien, Österreich, Bayern, anderen Gebieten Deutschlands, Türkei, der Nordsee sowie Berlin.

Die jährliche Anzahl an Touristen gibt bereits Aufschluss über die Attraktivität des Landes als Urlaubsort. Ob die wunderschöne Landschaft im Norden und Westen, die faszinierenden Gebirge im Südwesten oder das Zentralmassiv und die Alpen im Südosten – Frankreich hat viel zu bieten.

Die unvergesslichen Orte Frankreichs entdecken

Eine Kreuzfahrt nach Frankreich verbindet zwei Urlaubsarten: Einerseits kann man sich an Bord eines Schiffs entspannen und die zahlreichen Attraktivitäten bewundern. Andererseits hat man die Möglichkeit, sobald das Schiff an einem Hafen anlegt, die Region zu erkunden.

Praktisch jede Reederei bietet Kreuzfahrten nach Frankreich an. Empfehlenswert ist zum Beispiel die Reederei MSC Kreuzfahrten, die ihre Gäste unter anderem in die Stadt Marseille bringt. Die Mittelmeerrouten der Reederei lassen die Gäste aber auch St. Tropez und Korsika genießen. Passagiere der Kreuzfahrt haben die Möglichkeit, an den vom Reiseveranstalter organisierten Ausflügen teilzunehmen, und die Städte mit Rundfahrten zu erkunden.

Marseille: Kultur, Meeresfrüchte und uralte Geschichte

Der Hafen von Marseille ist eine der Top-Attraktionen einer Kreuzfahrt in Südfrankreich.

Der Hafen von Marseille ist eine der Top-Attraktionen einer Kreuzfahrt in Südfrankreich.

Der Hafen von Marseille ist einer der vielen Stopps vieler Mittelmeer-Kreuzfahrten. An der Südostküste gelegen ist Marseille Frankreichs zweitgrößte Stadt und gleichzeitig die Hauptstadt der Provence an der Côte d’Azur. Frankreichs größte Hafenstadt bietet zahlreiche Verbindungen nach Italien, Spanien und Afrika. Unzählige Künstler hat es in die Stadt gezogen, da kaum eine andere einen so klaren Himmel zu bieten hat wie Marseille.

Marseille blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück, die die Stadt bereits als bedeutender Hafen am Mittelmeer und Frankreich hinter sich hat. Das Wahrzeichen und die wohl wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Basilika von Notre Dame de la Garde, von den Franzosen Bonne Mère genannt. Von hier aus haben Touristen einen einmaligen Blick über die Hafenstadt und ihre zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Weitere Sehenswürdigkeiten in Marseille:

  • Museum: In der Rue Thubaneau ist ein neues Museum zu finden, welches Touristen mit einer 360-Grad-Videoshow fasziniert.
  • Alter Hafen: Der Alte Hafen ist heute das touristische Zentrum der Stadt. Touristen können von hier den Fischmarkt besuchen oder durch die Gassen der Altstadt schlendern.
  • Calanque: Östlich von Marseille können Naturliebhaber diese unglaubliche Region und ihr Ökosystem zu Fuß erkunden.

Aix-en-Provence: Örtliche Gemeinschaft in einer großen Stadt

Aix-en-Provence ist eine wunderschöne Stadt, die mitten in einer Landschaft umgeben von kleinen Ortschaften liegt. Rund um die Stadt herum können Touristen das Gebirge Sainte-Victoire, das Durance-Tal, den Fluss Toulobre sowie die entzückenden Weinhänge Trévaresse bewundern. Wie auch Marseille blickt Aix-en-Provence auf eine über 2.000 jährige Geschichte zurück. Die Lebenskunst der Region ist in den zwei Jahrhunderten erhalten geblieben. Geprägt von einem starken Sinn von Gemeinschaft, einem milden Klima, Gastfreundschaft sowie Hilfsbereitschaft fühlen sich hier Touristen ganz wie zu Hause.

Die Highlights in Aix-en-Provence:

  • Die Stätten Cézannes: Man kann Aix nicht besuchen, ohne die Orte des Malers Paul Cézanne, an denen er arbeitete und lebte, zu besuchen:
    • Atelier de Cézanne
    • Landhaus Jas de Bouffan
    • Der Bibemus-Steinbruch
  • Palais de Malte: Eines der schönsten Museen Frankreichs, das Sammlungen vom 14. bis 20. Jahrhundert mit Werken von Ingres, Rembrandt und Cézanne beinhaltet.
  • Fontaine de la Rotonde: Ein 1860 errichteter Brunnen, der von drei Statuen gekrönt wird. Die Statuen repräsentieren die Justiz, Landwirtschaft und Künste.

Cassis: Ein kleines Hafenstädtchen

Die kleine Hafenstadt Cassis ist ein idyllisches Ziel an der französischen Mittelmeerküste.

Die kleine Hafenstadt Cassis ist ein idyllisches Ziel an der französischen Mittelmeerküste.

20 Kilometer östlich von Marseille treffen Touristen auf die kleine Hafenstadt Cassis, das an ein altes Fischerdorf erinnert. Kein Wunder also, dass die Marseiller den kleinen Hafen der Stadt am Wochenende so gerne besuchen. Cassis und seine Calanques (tief ins Land reichende Felsbuchten) sind echte Schmuckstücke.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören:

  • Burg: Die strategisch günstige Lage der Stadt machte es zur Bastion für die Griechen und Römer, die sich gegen eindringende Barbaren schützten. Die über den Ort ragende Burg ist zum Teil bis heute noch zu sehen.
  • Rathaus: Das aus dem 16. Jahrhundert stammende Rathaus gibt einen Einblick darüber, welchen Wohlstand die damaligen Bürger genossen.
  • Saint-Michel: Die im neuromanischen Stil im 19. Jahrhundert erbaute Kirche besteht aus den berühmten Cassis-Steinen. Ihr Hauptmerkmal sind die drei charakteristischen Kirchenschiffe.

Château d’If: Festung und ehemaliges Gefängnis

Château d’If ist mit dem US-amerikanischen Alcatraz zu vergleichen. Das ehemalige Gefängnis ist eine Seemeile von Marseille entfernt und stellt heute eine beliebte Touristenattraktion dar. Die strategische Bedeutung der Insel wurde bereits 516 von Franz I. anerkannt. Dieser befahl damals, eine Wehranlage auf der Insel zu bauen. Beginnend mit dem 17. Jahrhundert wurde Château d’If schließlich in eine Art Gefängnis verwandelt, in das Protestanten geworfen wurden. Der berühmteste Gefangene war José Custodio Faria, der Hauptdarsteller im Roman »Der Graf von Monte-Cristo« von Alexandre Dumas.

25. September 2014