Frankreich will mehr verkaufsoffene Sonntage

Eine Reise in die Provence könnte künftig vor allem am Wochenende zusätzlich an Reiz gewinnen. Die französische Regierung möchte mehr verkaufsoffene Sonntage einführen.

Eine Reise in die Provence könnte künftig vor allem am Wochenende zusätzlich an Reiz gewinnen. Die französische Regierung möchte mehr verkaufsoffene Sonntage einführen.

Der französische Premierminister Manuel Valls bestätigte am vergangenen Wochenende die Pläne des Wirtschaftsministerium, die Zahl der verkaufsoffenen Sonntage zu erhöhen. Derzeit wird eine Erhöhung von bisher fünf auf zwölf Sonntage im Jahr angepeilt. Allerdings stößt die Regierung mit der Idee vermutlich auf Widerstand.

62 Prozent wünschen sich mehr verkaufsoffene Sonntage

Es könne nicht hingenommen werden, so Valls, dass Touristen „sonntags lieber in London shoppen gehen„. Der Premierminister berichtete von Planungen, nach denen die Stadtverwaltungen eigens entscheiden können, ob sie den Geschäften die erweiterten Öffnungszeiten erlauben. Der Gesetzentwurf soll am Mittwoch im Kabinett diskutiert werden. Vor allem in den Touristenhochburgen soll es noch weitere Gesetzeserleichterungen geben. Vor dem Hintergrund, dass die Veränderungen zu mehr Jobs und einem wirtschaftlichen Schub führen sollen, hält Manuel Valls die Pläne für die „Richtigen„.

Allerdings wehren sich die Opposition, die Kirche und die Gewerkschaften gegen die Regierungspläne. Die Kirche möchte ihren „heiligen Tag“ schützen, Gewerkschaft und Opposition wollen Mehrarbeit vermeiden. Eine kürzlich öffentlich gewordene Studie ergab indes, dass sich 62 Prozent der Befragten mehr verkaufsoffene Sonntage wünschen. Doch wären 60 Prozent nur ungern bereit, an diesem Tag zu arbeiten.

8. Dezember 2014