Frankreich kippt offenbar die Erhöhung der Bettensteuer

Präsident Francois Hollande plante, die Bettensteuer von 1,50 Euro auf 8,00 Euro, in Paris sogar auf 10 Euro zu erhöhen. Aufgrund des großen Gegenwindes scheint dieses Vorhaben nun zu platzen.

Präsident Francois Hollande plante, die Bettensteuer von 1,50 Euro auf 8,00 Euro, in Paris sogar auf 10 Euro zu erhöhen. Aufgrund des großen Gegenwindes scheint dieses Vorhaben nun zu platzen.

Kürzlich signalisierte Frankreich, in Zukunft 100 Millionen ausländische Besucher pro Jahr begrüßen zu wollen. Dem entgegen stand die zweifelhafte Bettensteuer, die kürzlich erhöht werden sollte. Nach der Veröffentlichung der Pläne von Staatspräsident Francois Hollande entstanden wütende Proteste der Bevölkerung und der Wirtschaft. Vor allem die Tourismusbranche wehrte sich gegen die Anhebung der Bettensteuer.

Laut der Sonntagszeitung „Journal du Dimanche“ werde der im Unterhaus eingebrachte Gesetzentwurf im Senat abgeschmettert. Die französischen Sozialisten wollen die Bettensteuer für Hotelübernachtungen nun offenbar doch nicht drastisch anheben. Geplant war eine Erhöhung von 1,50 Euro auf acht Euro und in der französischen Hauptstadt Paris sogar auf zehn Euro pro Übernachtung. Bereits am Samstag kritisierte Regierungschef Manual Valls die geplante Steuer als „viel zu hoch„. Auch Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg und Außenminister Laurent Fabius äußerten sich öffentlich gegen eine so immense Erhöhung der Bettensteuer.

Frankreich ist mit jährlichen 83 Millionen Touristen das meistbesuchte Land der Welt. Trotz der Tatsache, dass ausländische Gäste pro Jahr 36 Milliarden Euro in Frankreich lassen, steckt das Land in der Krise. Vor allem die hohe Arbeitslosigkeit verringert sich nicht. Staatspräsident Francois Hollande erhöhte bereits mehrere Steuern. Doch nach Protesten aus der Tourismusbranche und aus der eigenen Regierung scheint die Erhöhung der Bettensteuer nun doch nicht so enorm auszufallen.

7. Juli 2014