Dengue-Mücken sind in Südfrankreich angekommen

Innerhalb weniger Wochen hat sich im Süden Frankreichs zum zweiten Mal ein Mensch mit dem Dengue-Fieber angesteckt. Auch Touristen sollten alarmiert sein.

Innerhalb weniger Wochen hat sich im Süden Frankreichs zum zweiten Mal ein Mensch mit dem Dengue-Fieber angesteckt. Auch Touristen sollten alarmiert sein.

In tropischen und subtropischen Gebieten sind die Mückenarten, welche das Dengue-Fieber übertragen, weit verbreitet. Doch seit einigen Wochen sind diese auch in Südeuropa angekommen. Am vergangenen Freitag wurde das Dengue-Fieber bei einem jungen Mann in Südfrankreich festgestellt, wie der behandelnde Arzt in Toulon berichtete. Dies ist nun der zweite Fall innerhalb weniger Wochen. Ebenfalls im Département Var hatte es bereits im August eine Übertragung des Dengue-Fiebers gegeben. In der Umgebung der beiden Patienten seien „aktive erwachsene Mücken“ gefunden worden, die jetzt ausgemerzt werden sollen, so der Arzt weiter.

Tipps für Touristen

Die von Mücken übertragene Krankheit wird durch Viren verursacht und hat neben hohem Fieber ähnliche Symptome wie eine schwere Grippe. Seit Jahren ist die im schlimmsten Fall tödlich endende Krankheit in Südeuropa bekannt. Bereits 2010 gab es Fälle des Dengue-Fiebers in Frankreich. 2012 gab es einen Ausbruch auf der portugiesischen Insel Madeira. Vor allem Japan ist derzeit stark betroffen. Bei dem ersten Ausbruch der Krankheit seit 70 Jahren seien dort inzwischen bereits 103 Menschen infiziert. In fast allen Fällen waren die Opfer offenbar von Mücken in einem der größten Parks von Tokio, dem Yoyogi-Park, gestochen worden.

Gegen die meisten Reisekrankheiten kann man sich heutzutage impfen lassen, leider nicht gegen das Dengue-Fieber. Stattdessen wird Touristen empfohlen, sich ausreichend mit Repellents und Insektensprays einzudecken. Am Reiseziel sollten sich Touristen durch das Schließen der Fenster und Türen schützen, auch Moskitonetze sind ratsam. Infizierte erkennen die Krankheit an einem plötzlichen Fieber, das bis zu 40 Grad erreichen kann. Dazu kommen Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen und ein flüchtiger Hautausschlag.

17. September 2014